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Leichtathletik-Präsident : Russisches Geld für Coe

Chelsea-Fan Coe: als Botschafter des Clubs geführt Bild: AFP

Der FC Chelsea, der dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch gehört, hat Sebastian Coe in dessen Wahlkampf zum Leichtathletik-Verbandspräsidenten finanziell unterstützt.

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          Sebastian Coe hat den Wahlkampf um die Präsidentschaft des Welt-Leichtathletikverbandes (IAAF) zum Teil mit russischem Geld bezahlt. Einen Tag, nachdem sein Bürochef Nick Davies wegen seiner Verwicklung in den Doping-Skandal in der russischen Leichtathletik zurückgetreten ist, machte die „Daily Mail“ am Mittwoch bekannt, dass der FC Chelsea, der dem russischen Oligarchen Roman Abramowitsch gehört, Coe finanziell unterstützt hat. „Wir haben lange seine Unterstützung genossen“, teilte der Fußballklub aus der Premier League schriftlich mit, „und waren glücklich, seinen Wahlkampf unterstützen zu dürfen.“

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Nach Angaben der Zeitung bestätigte auch Coe die Zahlung. Der ehemalige Weltklasse-Läufer ist nicht nur Fan des Klubs, sondern wird auch als dessen Botschafter geführt. Auf der Website des Britischen Oberhauses, dem er seit seinem Ritterschlag im Jahr 2000 angehört, gibt Coe seine Tätigkeit für Chelsea als Berater an; sie ist bezahlt. Coe, seit August Präsident der IAAF, macht aus seiner Wahlkampffinanzierung ein Geheimnis. 700.000 Meilen sei er allein für den Wahlkampf geflogen, sagte er nach seiner Wahl, meist in Begleitung seiner Berater.

          Die innerhalb der IAAF zirkulierende Summe von 600.000 Euro Wahlkampfkosten erscheint als zu niedrig, zumal Coe sich der Dienste von Mike Lee und dessen Agentur Vero versichert hatte. Lee steuerte unter anderem die Kampagnen, die Rio de Janeiro die Olympischen Spiele 2016 und Qatar die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 einbrachten.

          Mit 75.000 Euro unterstützte der britische Steuerzahler (mittels UK Sports) Coes Wahlkampf. Die „Mail“ vermutet, dass Chelsea rund 240.000 Euro beisteuerte. Coe hat bestritten, dass sein langjähriger Partner Nike oder die Unternehmensgruppe Chime, innerhalb der er eine Agentur für Sportmarketing führt, seinen Wahlkampf unterstützten.

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