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Leichtathletik-EM in Helsinki : Das ist doch Lena

  • -Aktualisiert am

Fast nicht wiedererkannt: Lena kehrt bei der Leichtathletik-EM 2012 zurück - zumindest musikalisch Bild: dpa

Ist eigentlich der „Satellite“ noch unterwegs, Lenas Siegersong von den Europameisterschaften im Singen von 2010? Damals in Oslo war er gestartet, in Helsinki taucht er bei der Leichtathletik-EM plötzlich wieder auf.

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          Kennt in Deutschland noch jemand Lena Meyer-Landrut? Hört noch jemand Lena? Oder kann noch jemand „Satellite“ hören? Nach ihrem kometenhaften Aufstieg in die Ohren aller Deutschen ist es zuletzt ja etwas leiser geworden um den Star des Eurovision Song Contests von 2010 und ihren Siegersong..

          Damals in Oslo war die freche Sängerin von Stefan Raabs Gnaden ja so etwas wie die Botschafterin des neuen Deutschlands. Und als Europameisterin im Singen stand sie auch für die frische, unverbrauchte deutsche Jugend.

          In Helsinki dieser Tage, wo sich der besonders sportliche Teil der europäischen Jugend zu Wettbewerben im Laufen, Werfen und Springen trifft, taucht Lena plötzlich wieder auf. Wie aus dem Nichts. Zwar nicht als Athletin, aber als Interpretin. Immerhin.

          Die Bilder des Tages, flott zusammengestellte Beautyshots aus den Live-Übertragungen des Fernsehens, werden abends zwischen den Siegerehrungen auf der „Medal Plaza“ auf Großbildschirmen gezeigt – und sie sind auf „Satellite“ geschnitten.

          „Love, oh, Love“ tönt es aus den Lautsprechern, während bauchfreie, sixpack-gestählte Weitspringerinnen sexy in die Sandgrube fliegen. „Love, oh, Love“ heißt es, wenn sich gertenschlanke Schönheiten über Hochsprunglatten winden.

          „I even did my hair for you“: die Ungarin Vanda Juhasz beim Speerwerfen

          Das Lied kommt einem bekannt vor, raunt die innere Stimme. Und ja: „Like a Satellite” dreht sich die Welt rund ums Hammerwerfen. „I even did my hair for you“, lässt sie Sängerin uns wissen, und aufgeregte Sprinterinnen nesteln in den Startblöcken an ihren Pferdeschwänzen.

          Das ist doch Lena.

          „I, oh, I“, piepst uns die nun wieder bekannt vorkommende Stimme ins Ohr - dazu Bilder von jubelnden, hadernden, schreienden Athleten.

          Und schon hat sie es geschafft. Sie hat ihren Ohrwurm wieder platziert. Zwei Wochen lang stand „Satellite“ im Juni 2010 an der Spitze der finnischen Charts. Wie fast überall in Europa. Zwei Jahre später schien der Song vergessen. Aber jetzt ist er wieder da. Mittendrin im Kopf. Bis ans Ende dieser Tage – zumindest bis Sonntag in Helsinki.

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