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Kugelstoßerin Christina Schwanitz : Eine sichere Bank

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Siegessichere Sportlerin: „Nach dem zweiten Versuch war abzusehen, dass ich gewinne“ Bild: dpa

Kugelstoßerin Christina Schwanitz ist eine sichere Medaillenbank: Bei der EM im Letzigrund-Stadion kämpft sie in einer eigenen Liga - ihre vier besten Stöße hätten alle zu Gold gereicht.

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          Christina Schwanitz riss schon nach dem zweiten Versuch ihre Arme siegessicher in die Höhe. Ihre 19,90 Meter reichten am Sonntag problemlos zum EM-Titel im Kugelstoßen. „Das war kein Kinderspiel, es war richtig Sport. Aber nach dem zweiten Versuch war abzusehen, dass ich gewinne“, freute sich die 28-jährige Chemnitzerin nach ihrem Gold-Coup zum Abschluss der Leichtathletik-EM in Zürich. „Doch ich wollte zeigen, dass der Stoß nicht rausgerutscht ist.“ Auch die weiteren Würfe von 19,66, 19,79 und 19,66 Metern hätten alle für den Sieg gereicht. „Ich hätte mit drei weiteren Stößen locker gewonnen. Sehr schön. Das ist ein tolles Gefühl“, kommentierte sie.

          Keine andere europäische Werferin hatte vor der EM in diesem Jahr so weit gestoßen - und auch im Letzigrund-Stadion kämpfte sie in einer eigenen Liga. Die zweitplatzierte Russin Jewgenia Kolodko aus Russland wuchtete die Eisenkugel auf 19,39 Metern - 51 Zentimeter weniger als die Deutsche.

          Alle schienen Respekt vor Schwanitz zu haben. „Ich habe es mir hart erarbeitet nach einem langen Tal der Tränen“, sagte die strahlende Europameisterin, die durch sieben Fußoperationen immer wieder zurückgeworfen wurde. Allerdings empfand sie nach dem EM-Triumph nicht nur Freude, sondern auch schon den Erfolgsdruck, der mit Blick auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro kommen wird: „Der Rucksack wächst jetzt. Jeder wird sagen, du bist Vizeweltmeisterin geworden und Europameisterin, da wirst du doch in Rio mal ordentlich Gas geben.“

          Die Beste im Ring: Christina Schwanitz

          In Brasilien wird die Neuseeländerin Valerie Adams auf sie warten, die sie noch nie bezwingen konnte. „Ich arbeite hart dafür, sie zu schlagen und die beste Kugelstoßerin der Welt zu werden“, sagte Schwanitz mit großer Zielstrebigkeit.

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