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Leichtathletik-EM : Frühaufsteher Nils Schumann auf Gold-Kurs

  • Aktualisiert am

Popstar der Mittelstrecke: Olympiasieger Nils Schumann Bild: dpa

Olympiasieger Nils Schumann hat bei der EM seine Favoritenstellung über 800 m untermauert. Im Vorlauf war der Popstar der Leichtathleten der Schnellste.

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          Nils Schumann war hellwach. Als Vorlauf-Schnellster ist der Titelverteidiger am Freitagmorgen bei der Leichtathletik-EM in München in 1:46,90 Minuten in das 800-m- Halbfinale eingezogen.

          „Es ist eine Pflicht gewesen, die habe ich erfüllt. Ich bin eigentlich jemand, der früh aufsteht. Ich habe eher Schwierigkeiten, wenn die Rennen abends sind“, erklärte der 24 Jahre alte Olympiasieger. In überzeugender Manier meisterte Schumann seinen Frühstart.

          Schneller Nachwuchs: Rene Herms

          Seiner Ungewissheit auf Grund des Spät-Starts in die Saison wegen gesundheitlicher Probleme konnte er aber nicht davonlaufen. „Ich kann mich nicht richtig einschätzen. Auch die Konkurrenz nicht“, verriet der Thüringer, der bei seiner Vorstellung von den Zuschauern wie ein Popstar gefeiert wurde. „Wichtig ist, dass mein Trainer die Konkurrenz beobachtet hat.“

          Sein Coach Dieter Hermann sah in erster Linie einen fulminanten Rene Herms. Der deutsche Meister aus Pirna überspurtete auf der Zielgeraden Weltmeister Andre Bucher (Schweiz) und Weltrekordler Wilson Kipketer (Dänemark) und qualifizierte sich in 1:47,07 Minuten für das Semifinale. „Kipketer und Bucher zu schlagen, tut dem Selbstvertrauen natürlich keinen Abbruch“, freute sich der Junioren-Europameister.

          Hürdensprinter im Halbfinale

          Schumann freute sich über den couragierten Auftritt des 20- jährigen EM-Debütanten. „Es wäre schön, wenn er auch ins Finale kommt.“ Wie schon im Verlauf der Saison verspricht er sich davon weitere Impulse. „Das stachelt mich an. Er hat mich aufgeweckt“, bekennt Schumann. Medaillenchancen oder gar die Titelverteidigung wies der Thüringer noch von sich: „Ich muss mich erstmal ins Finale vorkämpfen.“

          Allerdings vermittelt ihm die Startzeit für den Endlauf am Sonntag um 16.20 Uhr ein gerüttelt Maß an Zuversicht. „16.30 Uhr ist meine Trainingszeit am Nachmittag. Das passt optimal.“

          Auch zwei der drei deutschen 110-m-Hürdensprinter hatten gut lachen. Florian Schwarthoff (Berlin) in 13,53 Sekunden und Mike Fenner (Wattenscheid/13,57) liefen ins Halbfinale. Jan Schindzielorz (Fürth/München) schied in 13,93 Sekunden aus. Während sich Michael Möllenbeck (Wattenscheid) mit 63,92 m problemlos für den Diskus-Endkampf am Sonntag qualifizierte, kam für Torsten Schmidt (Rostock) mit 59,78 m das Aus.

          Auch bei den deutschen Weitspringern war die Freude einseitig: Andreas Pohle (Erfurt) springt nach 7,73 m in der Ausscheidung am Sonntag um die Medaillen, Schahriar Bigdeli (Leverkusen/7,72) darf nur zusehen. Dieses Schicksal teilt er mit der Chemnitzerin Kathleen Friedrich, die in 4:08,98 m das 1500-m-Finale um 3,2 Sekunden verfehlte.

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