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Leichtathletik : Breuer, Blank und Stabhochspringer die Highlights

  • Aktualisiert am

Heiß gelaufen: Grit Breuer Bild: dpa

Gute Leistungen der deutschen Leichtathleten bei den Meisterschaften in Stuttgart. Herausragend: Grit Breuer, spannend der Showdown bei den Stabhochspringern.

          2 Min.

          Die deutschen Leichtathleten haben die guten Wettkampfbedingungen am zweiten Tag der nationalen Meisterschaften in Stuttgart zu einer Reihe von Spitzenleistungen genutzt. Höhepunkte waren die 400-m-Vorstellung von Europameisterin Grit Breuer (Magdeburg), die in 49,78 Sekunden die 50-Sekunden-Grenze unterbot, und ein ungewöhnlicher Stabhochsprung-Krimi mit fünf Athleten über 5,80 m und dem Überraschungssieger Richard Spiegelburg (Leverkusen/5,85).

          „Ich bin schon überrascht, dass es unter 50 Sekunden ging. Ich hatte mit 50,10 oder 50,20 gerechnet“, sagte die 29-jährige Breuer, die vor 15.000 Zuschauern die zweitbeste Zeit in der Welt in diesem Jahr lief.

          Lobinger verpasst WM-Qualifikation

          Die Stabhochspringer pokerten in ihrem Wettbewerb auf hohem Niveau, ehe Spiegelburg nach einer Steigerung um zehn Zentimeter den Titel sicher hatte. Der EM-Zweite Tim Lobinger als Fünfter scheiterte an 5,90 m und verspielte damit alle Chancen auf die WM- Teilnahme.

          Vizemeister Danny Ecker (Leverkusen) scheiterte drei Mal an der deutschen Rekordhöhe von 6,01 m, Europapokalsieger Michael Stolle konnte sich mit Rang vier hinter Lars Börgeling (alle Leverkusen) begnügen, denn er hatte sich in Bremen den WM-Start gesichert.

          Goebel und Rockmeier schnellste Sprinter

          Schnellste deutsche 100-m-Sprinter wurden Tim Goebel (Köln) und Gabi Rockmeier (Dortmund). Rockmeier hatte schon im Halbfinale mit 11,24 Sekunden die Saisonbestmarke ihrer Vereinskameradin Sina Schielke egalisiert und sich damit die WM-Qualifikation gesichert. Im Finale gelang ihr eine weitere Steigerung auf starke 11,17 Sekunden.

          Hoffnungsträger Goebel beendete die Ära der Blume-Zwillinge Marc (7 Titel) und Holger (1) seit 1993 und hatte schon im Halbfinale mit 10,26 seine Jahresbestleistung verbessert. Er steigerte sich im Endlauf auf 10,21 Sekunden und dürfte über die Altersklausel für Edmonton startberechtigt sein.

          Speerwerfer Blank düpiert Konkurrenz

          Im Speerwerfen steigerte der 39-jährige Peter Blank (Frankfurt/Main) seinen „Hausrekord“ im ersten Versuch um 68 Zentimeter auf die deutsche Jahresbestweite von 88,70 m und überraschte die Favoriten mit seinem ersten Titelgewinn seit der deutschen Einheit und dem Dritten insgesamt.

          „Der erste Wurf war so gut, was sollte ich da noch besser machen“, meinte Blank, der den weiteren Wettkampf nur noch als Zuschauer verfolgte. Der Olympia- Vierte Raymond Hecht (Magdeburg/84,84) belegte Rang zwei vor Titelverteidiger Boris Henry (Saarbrücken/81,34).

          Meistertitel für Münchow und Buder

          Die Olympia-Dritte Kirsten Münchow (Frankfurt/Main) hatte zum Auftakt des zweiten Tages ihren Titel im Hammerwerfen mit 66,72 m erfolgreich vor ihrer Vereinskameradin Susanne Keil (65,53) verteidigt. Beide buchten das WM-Ticket.

          Kugelstoß-Vizeweltmeister Oliver-Sven Buder (Ingolstadt) mit 19,97 setzte seinen Siegeszug fort und sicherte sich seinen 10. Titel, den Neunten in Folge.

          Diskusweltmeisterin Franka Dietzsch (Neubrandenburg) gewann mit 63,31 ihre fünfte Meisterschaft in Serie. Eine Überraschung gab es im Weitsprung. Der Olympia-Fünfte Kofi Amoah Prah (berlin) musste sich mit 7,90 m und Rang zwei begnügen. Den Titel holte sich der Leverkusener Schariar Bigdeli, der mit 8,05 m einen neuen nationalen Richtwert setzte.

          Ingo Schultz pokerte zu hoch

          Für deutsche Saison- Bestmarken sorgten auch Jan Schneider (Kindelsberg Kreuztal) und Heike Meißner (Chemnitz) als neue Titelträger über 400 m Hürden in 49,63 und 55,03 Sekunden. Für Meißner bedeutete das die Edmonton- Fahrkarte.

          Lars Figura verteidigte über die Stadionrunde in 45,93 Sekunden seinen Sieg aus dem Vorjahr vor dem Jahresbesten Ingo Schulz (beide Dortmund/45,95), der sich übernommen hatte und im Finish überspurtet wurde.

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