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Premier League : Leicester vor Titelgewinn

  • Aktualisiert am

Blaue Stunde: Leicester City lässt sich von Swansea nicht stoppen Bild: dpa

Sensations-Tabellenführer Leicester City lässt sich nicht nervös machen und baut seinen Vorsprung in der Premier League zwischenzeitlich auf acht Punkte aus. Sogar Vardy-Vertreter Ulloa trifft doppelt.

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          Leicester City ist nur noch zwei Siege vom Gewinn der englischen Fußballmeisterschaft entfernt. Der Premier-League-Spitzenreiter bezwang am Sonntag auch ohne den gesperrten Torjäger Jamie Vardy Swansea City mit 4:0 (2:0) und baute die Tabellenführung drei Spiele vor Saisonende vorerst auf acht Punkte aus. Verfolger Tottenham Hotspur kann am Montag gegen West Bromwich Albion aber wieder auf fünf Zähler verkürzen.

          Der Algerier Riyad Mahrez (10. Minute), Vardy-Vertreter Leonardo Ulloa (30./60.) und Marc Albrighton (85.) erzielten die Treffer für die Mannschaft des deutschen Abwehrspielers Robert Huth. Sollten die Foxes bei Manchester United und gegen den FC Everton gewinnen, wäre die erste Meisterschaft in der Vereinsgeschichte aus eigener Kraft gesichert.

          Der FC Arsenal muss dagegen um die Champions-League-Qualifikation bangen. Die Gunners kamen beim abstiegsbedrohten FC Sunderland nicht über ein 0:0 hinaus. Punktgleich mit dem Tabellendritten Manchester City rangiert das Team der Fußball-Weltmeister Mesut Özil und Per Mertesacker nur noch auf Rang vier. „Wir müssen jetzt die restlichen Spiele gewinnen“, erklärte Trainer Arsène Wenger nach dem Abpfiff.

          Vor 45.420 Zuschauern im Stadium of Light schafften es die Nord-Londoner um Spielmacher Özil nicht, die optische Überlegenheit zu nutzen. In der Defensive rettete Arsenal-Keeper Petr Cech einige Male in höchster Not. Während Abwehrchef Mertesacker 90 Minuten zum Einsatz kam, wurde Özil nach 84 Minuten vom Feld genommen. Bei den Gastgebern war für Jan Kirchhoff nach 78 Minuten Schluss.

          Scorer: Leonardo Ulloa trifft aus kurzer Entfernung
          Scorer: Leonardo Ulloa trifft aus kurzer Entfernung : Bild: Reuters

          Durch den Arsenal-Patzer bleibt Manchester City auf Rang drei. Die Citizens hatten ihre Generalprobe vor dem Halbfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Real Madrid ohne Probleme mit 4:0 (2:0) über Stoke City erledigt. Sehr zur Freude von Trainer Manuel Pellegrini. „Es war sehr wichtig, dass wir den Fokus auf dieses Spiel legen konnten, nicht auf Dienstag“, erklärte der Chilene vor dem Königsklassen-Duell gegen seinen ehemaligen Verein.

          Mit Abwehrchef Vincent Kompany und Mittelfeld-Turbo Kevin De Bruyne schonte Pellegrini wichtige Leistungsträger. Fernando (35.), Sergio Agüero (43./Foulelfmeter) und der 19-jährige Kelechi Iheanacho (64./74.) trafen für den künftigen Club von Bayern-Trainer Pep Guardiola.

          Problem-Wochenende für Klopp

          Kein gutes Wochenende hatten dagegen Jürgen Klopp und der FC Liverpool. Erst bestätigte der Club die positive Dopingprobe bei Abwehrchef Mamadou Sakho, dann verspielten die Reds in der Liga gegen den Vorletzten Newcastle United einen 2:0-Vorsprung und mussten sich mit einem 2:2 begnügen. „Wir haben zwei Punkte verloren“, schimpfte Klopp, der mit seinem Team auf Rang sieben bleibt.

          Erzrivale Manchester United feierte unterdessen den Einzug ins Pokalfinale. Die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal besiegte in einem dramatischen FA-Cup-Halbfinale im Londoner Wembley-Stadion den FC Everton mit 2:1 (1:0). Anthony Martial erzielte für die Red Devils in der dritten Minute der Nachspielzeit den Siegtreffer.

          Im Endspiel am 21. Mai im Wembley-Stadion trifft der elffache Pokalsieger auf Crystal Palace, das sich im zweiten Halbfinale am Sonntag mit 2:1 (1:0) gegen den FC Watford durchsetzen konnte.

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