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Langlauf : Einbruch im gelben Trikot: Sommerfeldt nur 53.

  • Aktualisiert am

Sieg nach 15 km: Die Norwegerin Bente Skari Bild: dpa

Skilanglauf-Vizeweltmeister Rene Sommerfeldt hat mit einem 50. Platz beim 30-km-Massenstartrennen von Cogne die Gesamtweltcup-Spitze verloren.

          2 Min.

          Das Gelbe Trikot des Weltcup-Führenden war für René Sommerfeldt zu groß. Der Oberwiesenthaler erlebte nach seinem starken Saisonauftakt, den er mit dem Spitzenplatz im Gesamt- Weltcup krönte, am Samstag einen schweren Einbruch.

          Über 30 km mit Massenstart im klassischen Stil belegte Sommerfeldt mit knapp fünfeinhalb Minuten Rückstand auf Sieger Frode Estil nur Platz 53. Axel Teichmann (Lobenstein) kam als Zwölfter ins Ziel. Die gleiche Platzierung schaffte bei den Frauen Viola Bauer (Oberwiesenthal), die über 15 km mit Massenstart ihren Ruf als beste deutsche Klassikerin untermauerte.

          Behle: „Es gibt Tage, da funktioniert es nicht“

          Den Sieg holte sich Olympiasiegerin Bente Skari aus Norwegen. „Ich habe es probiert, aber es hat nicht sollen sein. Die Distanz war gut für mich und ich fühlte mich körperlich fit“, sagte Sommerfeldt. Sein Problem waren die Ski. „Da haben wir heute daneben gegriffen. Ich hatte im Anstieg keinen Halt und in den Abfahrten rutschte es auch nicht“, bemerkte der Sachse, der dennoch im Weltcup weiter seine Chance hat. Hinter dem diesmal Drittplatzierten Schweden Mathias Fredriksson liegt Sommerfeldt auf Platz zwei.

          „Wir müssen ganz ehrlich sein: Das Männerergebnis kann uns nicht befriedigen. Wir wollten zwei Läufer unter die besten zehn bringen, dass hat nicht funktioniert, wenngleich das Mannschaftsergebnis gar nicht so schlecht ist“, sagte Bundestrainer Jochen Behle. „Es gibt Tage, da funktioniert es eben nicht.“

          Sachenbacher enttäuscht in der Höhenluft

          Um den Sieger zu ermitteln, musste das Zielfoto herangezogen werden. Die beiden Norweger Estil und Anders Aukland kamen bis auf die Zehntelsekunde zeitgleich ins Ziel, am Ende hatte Estil seinen Fuß einen Hauch eher als sein Landsmann über den Strich geschoben.

          Bei den Frauen überzeugte die am Freitag 26 Jahre alt gewordene Viola Bauer. „Die Strecke liegt mir, hier war ich auch im vergangenen Winter ganz gut dabei“, sagte die Oberwiesenthalerin. Im Rennen hatte sie lange Zeit Probleme, sich nach vorn zu laufen. Mit ihrem gleichmäßigen Tempo schaffte sie es aber. Enttäuscht über Platz 18 war Evi Sachenbacher (Reit im Winkl). „Ich hatte mir viel mehr vorgenommen, aber es lief einfach nicht“, sagte die Olympia-Zweite im Sprint, die wie schon in Davos Probleme mit der Höhenluft hatte.

          „Wir sollten realistisch sein. Dieser Einlauf besonders auf der langen klassischen Strecke ist das, was derzeit möglich ist. Da sind uns die anderen Nationen mit ihren erfahrenen Läuferinnen voraus. Und wir können nicht aus einem großen Fundus schöpfen“, sagte Behle. Die auf Rang 16 ins Ziel gekommene Claudia Künzel (Oberwiesenthal) ist im Gesamtweltcup auf Platz sechs beste Deutsche.

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