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Kommentar Sport : Glücksspieler

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Die Europameisterschaft 2008? Am Tag des Starts ins deutsche Fußballjahr 2006 sind nicht zuletzt die Deutschen daran erinnert worden, daß selbst das Fußball-Leben nicht nach der Weltmeisterschaft im Sommer endet.

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          Die Europameisterschaft 2008? Am Tag des Starts ins deutsche Fußballjahr 2006 sind nicht zuletzt die Deutschen daran erinnert worden, daß selbst das Fußball-Leben nicht nach der Weltmeisterschaft im Sommer endet. Die Auslosung der Qualifikationsgruppe am 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart am Freitag in Montreux für die Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz machte nebenbei auch noch einmal deutlich, wie ambitioniert die aktuellen Ziele von Bundestrainer Jürgen Klinsmann angesichts des offiziellen Stellenwerts der deutschen Nationalmannschaft sind. Der dreimalige Welt- und Europameister gehört nach den Kriterien der Europäischen Fußball-Union nicht einmal in Europa mehr zu den besten sieben Mannschaften. Die Erinnerungen an die traurigen Auftritte vor knapp zwei Jahren bei der Europameisterschaft in Portugal leuchteten am Freitag noch einmal auf. Im Lostopf eins war deshalb kein Platz mehr für die deutsche Mannschaft, die 2006 Weltmeister werden will.

          Aber auch als Mannschaft zweiter Klasse ist den Deutschen das Losglück bei der im Vergleich zur Leipziger WM-Endrundenauslosungsshow betont nüchtern gehaltenen Auslosungszeremonie in der Schweiz treu geblieben. Gegen die Tschechische Republik, die Slowakei, Irland, Wales, Zypern und San Marino hat das deutsche Team wieder gute Chancen, wie fast immer einen der beiden ersten Plätze in der Gruppe D zu erreichen, der die Qualifikation für die Europameisterschaft in den Alpenländern bedeuten würde. Kein Vergleich jedenfalls zur Gruppe B, in der es unter anderem Frankreich, Italien und die Ukraine miteinander zu tun haben werden. "Das ist eine gute Gruppe, das ist machbar", sagte Bundestrainer Jürgen Klinsmann zu den Aufgaben, die nach der Weltmeisterschaft für die deutsche Mannschaft anstehen.

          An deutschen Nationaltrainern mangelt es derzeit nicht in Europa. Otto Rehhagel wird nach der Weltmeisterschaft mit Griechenland versuchen, nach dem Triumph in Portugal nun wenigstens wieder die Qualifikation für das Turnier in Österreich und der Schweiz zu schaffen. Der ehemalige Bundesligatrainer Klaus Toppmöller wird sich keine Hoffnung machen können, mit Georgien das Ziel 2008 in der deutschen Nachbarschaft zu erreichen - immerhin macht er dafür mit Frankreich und Italien mit zwei großen Fußballnationen erstmals Bekanntschaft. Auch Hans-Peter Briegel, dessen albanische Mannschaft sich mit den Gruppenfavoriten Niederlande und Rumänien auseinandersetzen muß, wird sich darauf einrichten, daß der Weg in Richtung Österreich und Schweiz schon das Ziel für seine Mannschaft sein wird. Ob dann, wenn im kommenden September der Qualifikationsmarathon startet, Jürgen Klinsmann allerdings noch Trainer der deutschen Nationalmannschaft sein wird, ist eine weit offenere und spannendere Frage.

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