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Tennisturnier in Stuttgart : Alle Deutschen sind raus

  • Aktualisiert am

Einen Satz gewonnen, zwei verloren: Kohlschreiber scheitert in Stuttgart Bild: dpa

Als letzter Deutscher ist auch Mischa Zverev beim Tennisturnier in Stuttgart ausgeschieden. Zumindest einen Satz schnupperte der Youngster gegen US-Open-Sieger Marin Cilic aber an der Sensation. Zuvor verpasste auch Philipp Kohlschreiber das Halbfinale.

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          Philipp Kohlschreiber hat das Halbfinale beim Tennisturnier in Stuttgart und ein Kräftemessen mit Rafael Nadal verpasst. Die Nummer 29 der ATP-Weltrangliste unterlag am Freitag Gael Monfils auf Rasen 5:7, 6:3, 3:6. „Ich finde ich habe den ersten Satz schwach begonnen und nicht die Power gehabt, gleich einen Break kassiert, das war schlecht“, beurteilte Kohlschreiber seinen Auftritt, mit dem er unter dem Strich dennoch sehr zufrieden war: „Ich habe heute phasenweise sehr, sehr geiles Tennis gespielt.“

          Das mögliche Duell zwischen der deutschen Nummer eins und Publikumsmagnet Nadal war deswegen schon vor dem Dreisatz-Sieg des Spaniers gegen Bernard Tomic geplatzt. Gut zwei Wochen vor Wimbledon brauchte Nadal 2:20 Stunden um den in Stuttgart geborenen Australier 6:4, 6:7 (6:8), 6:3 zu besiegen.

          „Das war Davis-Cup-Stimmung“

          Qualifikant Mischa Zverev wäre gegen US-Open-Sieger Marin Cilic beinahe der sensationelle Einzug ins Halbfinale gelungen. Doch der Kroate hatte in der Partie über drei Sätze am Ende das glückliche Ende auf seiner Seite. Zverev, in der Weltrangliste auf Rang 502 und damit 493 Plätze schlechter als Cilic, unterlag nach großem Kampf 6:4, 6:7 (5:7), 6:7 (5:7). „Das war Davis-Cup-Stimmung hier“, sagte Zverev nach der knappen Partie, die wegen Regens fast eine Stunde unterbrochen war. Cilic trifft nun auf Viktor Troicki. Der Serbe gewann gegen den Australier Sam Groth in zwei Sätzen.

          Kohlschreiber verlor zuvor beim zwölften Aufeinandertreffen mit Monfils bereits zum zehnten Mal. Schon den ersten eigenen Aufschlag musste der Augsburger abgeben. Weil er sich dann aber das Rebreak sicherte, blieb der erste Satz lange spannend. Monfils zweites Break zum 6:5 war die Vorentscheidung. Bei hochsommerlichen Temperaturen sicherte sich der 31 Jahre alte Kohlschreiber Satz zwei. Den dritten Satz, in dem Monfils wegrutschte und sich an die Hüfte fasste, musste er nach insgesamt knapp zwei Stunden Spielzeit aber abgeben. Insbesondere nach eigenen Fehlern haderte Kohlschreiber mit sich, einmal fluchte er sogar laut. Bei seiner Analyse vor der Abreise zum Turnier in Halle/Westfalen gab sich Kohlschreiber aber aufgeräumt. „Ich bin auch sehr zufrieden mit meinem Einstand hier“, sagte er mit Blick auf den erstmals auf Rasen ausgetragenen „Mercedes Cup“.

          Auch Nadal konnte mit seinen bisherigen Auftritten in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs gut leben. „Das war ein gutes Match. Ich bin sehr glücklich, im Halbfinale zu sein“, erzählte der 29-Jährige nach der engen, über Strecken auch hochklassigen Partie mit langen Ballwechseln. 6:4 im ersten Satz spiegelte den umkämpften Verlauf im Resultat nicht wieder. Im zweiten Durchgang vergab Nadal im Tiebreak seinen ersten Matchball. Tomic profitierte schließlich von einem Doppelfehler seines Kontrahenten. Satz drei eröffnete Nadal mit einem Break und war rasch auf 3:0 davon gezogen. Beim Stand von 4:2 für den Spanier vergab Tomic seinerseits mehrere Breakbälle und musste dem Favoriten Minuten später gratulieren.

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