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Knochenbau : Fast Food führt zu Knochenschwund

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Junge Frauen laufen Gefahr, durch Fehlernährung an Knochenschwund zu erkranken.

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          Junge Frauen laufen nach Expertenmeinung Gefahr, durch ihren Schlankheitswahn später an Knochenschwund (Osteoporose) zu erkranken. Die damit verbundene Fehlernährung führe zu einem eingeschränkten Aufbau der Knochendichte und im Alter zur frühen Brüchigkeit der Knochen, teilte Sven-David Müller von Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (D.I.E.T.) in Aachen mit.

          Extrem betroffen seien Mager- sowie Ess-Brech-Süchtige. Gefährdet seien aber auch 15- bis 19-jährige Mädchen, die zu wenig Kalzium essen. Unter dem Druck des Schönheitsideals seien Mädchen ständig bemüht abzunehmen. Das führe zur Fehlernährung: „Sie essen wenig und schlecht: Fast Food und Soft Drinks“, sagte Müller. Damit deckten sie durchschnittlich nur 60 Prozent ihres Kalziumbedarfs und verhinderten damit den Aufbau einer optimalen Knochendichte.

          Knochenschwund nach Magersucht

          So steige die Gefahr, im Alter an Osteoporose zu erkranken. Bei Mager- sowie Ess- und Brechsüchtigen zeichne sich die Erkrankung bereits während der Sucht ab. Nach einer amerikanischen Studie („Annals of Internal Medicine“ November 2000, Boston) litten fast alle von 130 untersuchten Magersüchtigen an Knochenschwund, bei 38 Prozent wurde Osteoporose festgestellt.

          Um körperlich Langzeitschäden zu mildern, brauchten Mager- und Ess-Brech-Süchtige nicht nur Psychotherapie, sondern sofort eine Spezialnahrung, sagte Müller. Nach Angaben des Instituts gibt es in Deutschland bis zu sechs Millionen Menschen, davon 87 Prozent Frauen, die an Osteoporose leiden. Bei den Betroffenen nehme die Knochendichte ab und führe zu einer extrem hohen Brüchigkeit.

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