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Karpfen-Saison : Beliebter Fisch im Herbst und Winter

  • Aktualisiert am

Gerne gegessen: der Karpfen Bild: Berlin Picture Gate

Die traditionelle Karpfen-Saison hat begonnen. In den mit „R“ endenden Monaten gilt der Speisefisch als beliebte Delikatesse.

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          Vor 2000 Jahren in China gezüchtet, machte ihn Karl der Große in Mitteleuropa heimisch - den Karpfen. Mönche erkoren den Speisefisch zu ihrer Fastenmahlzeit und legten Teiche für die Fischzucht an.

          So wie in und um Peitz. Mit ihren 150 Teichen (1.800 Hektar) ist die alte Festungsstadt bei Cottbus heute Deutschlands „Karpfen-Metropole". Die Peitzer Prachtkarpfen sind ideal für ein Festtagsmenü. Vom leckeren Räucherkarpfen bis zum Fischerschinken reicht das Angebot für feine Zungen im Fisch-Paradies.

          Monate mit „R“ sind Karpfenzeit

          Auch in Schleswig-Holstein hat die traditionelle Karpfen-Saison begonnen. Im Herbst und Winter - in den mit „R“ endenden Monaten - gilt der Speisefisch als beliebte Delikatesse in Restaurants und Haushalten.

          Die ersten reifen Exemplare der diesjährigen Spiegelkarpfen wurden jetzt aus den Teichen und Binnenseen geholt, wie bei Fischwirtschaftsmeister Gunnar Reese in Sarlhusen (Kreis Steinburg) sowie aus dem 20 Hektar großen Bokeler See bei Elmshorn (Kreis Pinneberg).

          Zwölf Mark das Kilo Karpfen

          „Die Qualität ist wieder sehr gut und der Preis bleibt mit rund zwölf Mark pro Kilo stabil“, sagte Reese. Insgesamt werden im nördlichsten Bundesland wieder gut 200 Tonnen Karpfen (Cyprinus carpio) an Land gezogen.

          Als größter und ältester Familienbetrieb der Karpfen-Produktion gilt der Reese-Betrieb, der rund 250 Hektar Teichfläche und dazu den Selenter See (Kreis Plön) bewirtschaftet. Mit der Fischwirtschaft begann die Familie bereits im Jahr 1885.

          Karpfen-Fang mit Fäschern oder Netzen

          Auch das Restaurant Bokel-Mühle mit der Familie Bekker- Greve zieht jährlich allein rund fünf Tonnen Karpfen auf, die vor Ort verspeist oder verkauft werden. Die schleswig-holsteinischen Karpfen wachsen auf natürlicher Basis heran. Zugefüttert wird lediglich Getreide. Die Fische erreichen ihre Schlachtreife im Alter von drei bis vier Jahren bei einem Gewicht von gut zwei Kilogramm.

          Begehrt sind auch Prachtexemplare, die zehn bis 20 Jahre alt, bis zu 70 Zentimeter lang und rund zehn Kilo schwer werden. Solche „Riesen“ werden vor allem aus dem Selenter See geholt. Übliche Fangmethode in den Teichen ist, dass die Fische mit Käschern herausgeholt werden, nachdem vorher das Wasser bis auf kleine Mengen abgelassen wurde. Auf den Seen wird der althergebrachte Fang mit Netzen angewandt.

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