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„Goldenes Steak“ : Karl Lauterbach kritisiert Ribéry und attackiert den FC Bayern

  • Aktualisiert am

Karl Lauterbach mag den FC Bayern München nicht. Bild: EPA

Der SPD-Gesundheitspolitiker hat Profi Franck Ribéry ein falsches Verhältnis zu Geld vorgeworfen. Das passe jedoch zum FC Bayern und dem Vereinspräsidenten Uli Hoeneß. Der Verein reagierte unterdessen auf Ribérys Entgleisung.

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          Nach dem Verzehr eines vergoldeten Steaks und der heftigen Beschimpfung seiner Kritiker wird der Fußballprofi Franck Ribery von einem Politiker attackiert. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach attackierte dabei auch Ribérys Arbeitgeber FC Bayern München und Präsident Uli Hoeneß.

          „Ribéry speist für 1200 Euro Steak mit 'Blattgold Belag'. Zeigt Verhältnis von Bayern München zu Geld im Sport“, twitterte Lauterbach, „Der ganze Klub bleibt unsympathisch. Mit Steuerbetrüger Hoeneß angefangen. Dass Ribéry die Fans als Neider beschimpft passt ins Bild.“ Lauterbach beendet seinen Tweet mit dem Wunsch, dass Konkurrent Borussia Dortmund in dieser Saison Deutscher Meister werde.

          Lauterbachs Äußerungen wurden in dem sozialen Netzwerk rege diskutiert und Hunderte Mal geteilt. Viele Nutzer verteidigten Ribéry: Wie der Profi sein Geld ausgebe, könne er selbst entscheiden. Auch die Gleichsetzung von Ribéry und dem FC Bayern missfiel einigen. Andere wunderten sich, warum sich der Politiker überhaupt zu so einem Randthema äußere.

          Lauterbach ergänzte deswegen später noch: „Wir Politiker dürfen beim Sport auch „dumpfe Ressentiments“ haben. Auch dürfen nicht nur Top-Journalisten den Bayern Kommerz angreifen.“ An der Diskussion in dem Netzwerk hatten sich auch prominente Journalisten beteiligt.

          Ribéry hatte vor zwei Tagen ein Video veröffentlicht, dass ihn dabei zeigt, wie er ein vergoldetes Steak des türkischen Gastronoms Nusret Gökçe in Dubai probiert. Das Stück Fleisch soll angeblich 1200 Euro gekostet haben. Der genaue Preis allerdings lässt sich derzeit nicht verifizieren. Nachdem dem Profi viele Nutzer in sozialen Netzwerken daraufhin Abgehobenheit vorwarfen, reagierte Ribéry mit einer heftigen Schimpftirade auf Instagram.

          Ribéry schrieb unter anderem: „Beginnen wir mit den Neidern und Hatern, die durch ein löchriges Kondom entstanden sein müssen: F**** eure Mütter, eure Großmütter und euren gesamten Stammbaum.“ Sein Erfolg gehöre nur ihm. Er schulde den Menschen überhaupt nichts, fügt er an und meint zudem, dass er seinen Erfolg nur Gott, sich selbst und seinen Vertrauten verdanke.

          Ein Sprecher des FC Bayern sagte der Nachrichtenagentur SID, man missbillige die Äußerungen des Profis. Letztendlich sei dies aber seine private Angelegenheit. Ribéry sei zu dem Steak eingeladen worden, sagte der Sprecher zudem. Die Mannschaft ist derzeit im Trainingslager in Qatar.

          Dort kündigte Sportdirektor Hasan Salihamidzic am Sonntag an, dass Ribéry für seinen Ausraster eine hohe Geldstrafe zahlen muss. „Er hat Worte benutzt, die wir als FC Bayern München nicht akzeptieren können und die Franck als Vorbild und als Spieler des FC Bayern nie benutzen darf“, sagte Salihamidzic in Qatar. „Ich habe gestern lange mit Franck gesprochen und habe ihm auch mitgeteilt, dass er eine hohe Geldstrafe bekommen hat. Die Strafe hat er auch akzeptiert.“ Über Zahlen wolle er nicht sprechen, aber die Strafe werde „sehr hoch ausfallen“.

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