https://www.faz.net/-gtl-91e44

Judoka zuversichtlich : „Da geht die Post ab“

  • Aktualisiert am

Weltmeister Alexander Wieczerzak: Fehlerfrei gekämpft Bild: KOVACS/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Die deutschen Judoka ziehen ein positives WM-Fazit. Wieczerzaks Gold überstrahlt alles, doch auch weiter Talente hätten sich gut präsentiert. Das ganz große Ziel ist Tokio 2020.

          1 Min.

          Angeführt vom neuen Weltmeister Alexander Wieczerzak haben die deutschen Judoka bei den Weltmeisterschaften in Budapest viele kleine Schritte in Richtung Olympia 2020 zurückgelegt. Zwar gab es mit Gold für Wieczerzak bei der WM nur eine Medaille, Verbandspräsident Peter Frese war dennoch zufrieden. „Das ist ein guter Weg, auf dem wir sind. Das lässt uns hoffen für Olympia 2020“, sagte er am Sonntag. Im Teamwettbewerb belegte die Mannschaft zum WM-Abschluss noch Platz sieben.

          Überstrahlt wurde der Auftritt des deutschen Teams in Budapest von Wieczerzak, der sich in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm zum ersten deutschen Weltmeister seit 2003 krönte. „Ich war mir immer sehr sicher, dass ich das schaffen kann“, sagte der 26 Jahre alte Wiesbadener. Bundestrainer Richard Trautmann sagte lobend: „Ich wusste schon, dass er die Fähigkeiten dazu hat. Es ist jetzt vieles zusammen gekommen. Er hat fehlerfrei gekämpft, dann kann man jeden schlagen.“

          Die frühere Europameisterin Martyna Trajdos verfehlte eine Medaille als Fünfte nur knapp, alle anderen deutschen Kämpfer verpassten in Budapest die Finalrunden. Dennoch war Frese vor allem vom Auftreten der jungen Judoka angetan. „Teilweise haben die jungen Leute sehr gut gekämpft, teilweise müssen sie noch dazulernen“, sagte er. „Dieses Jahr kann man viel testen, das haben die Bundestrainer gemacht.“ Die „Stresssituation“ bei einer WM mit der Konkurrenz sei „schon hart“.

          Peter Frese: „Olympische Spiele im Judo in Japan, da geht die Post noch einmal richtig ab. Mein Traum ist, dass wir da erfolgreich sind.“

          Das ganz große Ziel sind für Frese und sein Team die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. „Dann müssen wir wirklich da sein“, forderte Frese. „Olympische Spiele im Judo in Japan, da geht die Post noch einmal richtig ab. Mein Traum ist, dass wir da erfolgreich sind.“ Bundestrainer Trautmann sagte ergänzend: „Natürlich, wir wollen bei Olympia 2020 Medaillen holen und nach Möglichkeit auch mal eine aus Gold.“

          Dafür basteln die neuen Bundestrainer Trautmann und sein Kollege Claudiu Pusa schon jetzt an ihren Kadern, testen und entwickeln junge Talente. Erfahrene Judoka wie die Olympia-Dritte Laura Vargas Koch, der ehemalige Weltmeisterschaftszweite Karl-Richard Frey und Luise Malzahn sollen nach Verletzungen in den kommenden Monaten zurückkehren. „Ich bin zuversichtlich, dass sich das Team dann findet“, sagte Frese. „Aber wir haben noch einen langen Weg und viel Arbeit vor uns.“

          Weitere Themen

          Kuriose Wende im Freiburger Stadion-Streit

          Doch Abendspiele? : Kuriose Wende im Freiburger Stadion-Streit

          Der Streit um das neue Stadion des SC Freiburg nimmt kurz nach einem Lärmschutz-Beschluss des Verwaltungsgerichtshofes skurrile Züge an. Erst verbietet das Gericht dem Klub Abendspiele, später wird aber etwas entscheidendes bekannt.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.