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IOC-Samaranch-Nachfolge : Pound proklamiert Präsidentschaftskandidatur

  • Aktualisiert am

Will IOC-Chef werden: Richard Pound Bild: dpa

Der Kanadier Richard Pound hat in Montreal seine Kandidatur für die Nachfolge von Präsident Juan Antonio Samaranch angemeldet.

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          Der Kanadier Richard Pound hat am Montag in Montreal als viertes Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) seine Kandidatur für die Nachfolge von Präsident Juan Antonio Samaranch angemeldet.

          Die Entscheidung über die neue Führung fällt am 16. Juli in Moskau durch die IOC- Vollversammlung. Als Bewerber standen vorher der Belgier Jacques Rogge, der Ungar Pal Schmitt und die Amerikanerin Anita Defrantz fest. Der Südkoreaner Kim Un Yong will am Dienstag in Monte Carlo bei einer Pressekonferenz seine Kandidatur offiziell bekannt geben. Er soll aber seine Bewerbung dem IOC bereits eingereicht haben.Die Anmeldefrist für eine Bewerbung endet am 10. April.

          Pound ist als Marketing-Chef der Geldbeschaffer des IOC. Er hat vor allem auch die lukrativen Fernseh-Verträge für die Olympischen Spiele ausgehandelt. Der 58 Jahre alte kanadische Jurist war für sein Land Olympia-Teilnehmer im Schwimmen bei den Spielen 1960.

          Pound erklärte: „Nach 23 Jahren als IOC-Mitglied gehe ich mit ernsthaften Erwartungen in dieses Rennen, mit dem sicheren Wissen, dass ich der olympischen Bewegung, der ich mein Leben gewidmet habe, noch mehr zu geben habe.“ Pound ist auch Vorsitzender der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada und Chef der IOC-Marketing-Kommission. Dem IOC er seit 1978 an. Er stand an der Spitze des IOC-Untersuchungsausschusses nach dem Bestechungsskandal um die Winterspiele 2002.

          Die Ethik-Kommission des IOC legte am Montag in Lausanne Richtlinien für den nun einsetzenden dreimonatigen Wahlkampf der voraussichtlich fünf Präsidentschafts-Kandidaten fest. Sie begrenzt die Reiseaktivitäten und verbietet Geschenken. Die IOC-Mitglieder werden aufgefordert, die Kandidaten nicht zu besuchen. Diesen wird untersagt, untereinander Absprachen zur gegenseitigen Vorteilsnahme zu treffen.

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