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Interview : Schumacher: „Hab' den Titel noch nicht in der Tasche“

  • Aktualisiert am

Trotz Siegerpose weiter skeptisch: Michael Schumacher Bild: AP

Sechs Siege in acht Rennen, noch nicht ein vorzeitiger Ausfall: Doch noch will der Weltmeister nicht daran glauben, dass er seinen fünften Titel sicher hat.

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          Sechs Siege in acht Rennen, noch nicht ein vorzeitiger Ausfall: Ferrari dominiert mit Michael Schumacher die Formel1-Saison.

          Doch noch will der Weltmeister nicht dran glauben, dass er seinen fünften Titel sicher hat. „Ich bin nicht pessimistisch, nur realistisch“, sagt er im Gespräch nach dem Rennen in Kanada.

          Sie haben jetzt 43 Punkte Vorsprung auf ihren Bruder Ralf und Juan Pablo Montoya. Da ist doch der fünfte Weltmeistertitel nur noch Formsache?

          Schumacher: „Es stehen noch neun Rennen aus, in denen 90 Punkte vergeben werden. Da hab' ich den Titel noch nicht in der Tasche. Ich bin nicht pessimistisch, nur realistisch. Man muss warten, bis die Sache entschieden ist.

          Rein rechnerisch können Sie schon beim elften Saisonrennen in sechs Wochen in Frankreich und damit sogar noch vor dem Großen Preis von Deutschland Weltmeister werden. Wie soll da noch was passieren?

          Wir wissen, dass wir einen komfortablen Vorsprung haben. Aber das ist kein Grund, daran zu denken, wann wir den Titel holen können. Wichtig ist, sicher zu stellen, dass wir Weltmeister werden.

          Würden Sie aber zustimmen, dass es angesichts ihres großen Vorsprungs sehr schwierig ist, die WM noch zu verlieren?

          Ich habe das nie bestritten. Mit diesem Sieg bin ich dem Titel einen Schritt näher gerückt, zumal mein Bruder Ralf und Juan Pablo Montoya nicht gepunktet haben.

          Was bedeutet dieser 150. Ferrari-Sieg für Sie?

          Ich bin sehr glücklich über dieses Resultat und unser Paket im Rennen. Ferraris 150. Sieg ist etwas ganz Besonderes. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen und unserem Testteam danken, das einen fantastischen Job macht. All die Jungs stehen immer im Hintergrund.

          Sie haben in Montreal das fünfte Mal gewonnen. Weshalb läuft es für Sie beim Großen Preis von Kanada so gut?

          Es gibt keinen speziellen Grund dafür. In Monaco habe ich auch schon fünf Mal mal gewonnen. Vielleicht ist auch ein bisschen Glück dabei.

          Hat Ihnen die Safety-Car-Phase genutzt?

          Sie hat mir geholfen, auch wenn ich nicht verstehe, warum diese Maßnahme ergriffen wurde. Andererseits hat Sie unseren Plan etwas durcheinander gebracht. Sonst hätte Rubens Barrichello Zweiter werden können.

          Und der Ausfall Ihres Verfolgers Montoya wegen des Motorschadens am Williams-BMW?

          Wenn er nicht ausgefallen wäre, wäre es sicher ein enger Kampf geworden.

          Machen Sie vor ihrem Heimrennen auf dem Nürburgring in zwei Wochen erst mal Pause?

          Ich kann mich wegen des Siegs jetzt nicht zurücklehnen, zu Hause bleiben und Ferien machen. Am Dienstag geht mein Testprogramm weiter.

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