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Pressestimmen zu Zverevs Sieg : „Wie ein gigantischer Watvogel“

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Im Blätterwald: Alexander Zverev, ganz berauscht. Bild: AFP

Den naheliegenden Ehrentitel „Alexander der Große“ verleiht L’Équipe. „Auf Beckers Spuren“ wähnt ihn die Kronen-Zeitung. Origineller beschreibt der „Telegraph“ die Darbietung des Deutschen.

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          Als erster Deutscher seit Boris Becker gewinnt Alexander Zverev das Finale der ATP-WM. Dem 21-Jährigen gelingt im letzten Spiel des Jahres der größte Erfolg seiner bisherigen Karriere. Entsprechend begeistert äußern sich die internationalen Medien über den jugendlichen Helden.

          Britische Pressestimmen

          BBC: „Zverev wird schon seit langem als der junge Spieler angekündigt, der am ehesten das Zepter im Herrentennis übernehmen könnte, wenn sich einmal Leute wie Djokovic, Federer, Nadal und Murray zur Ruhe setzen. Mit seinem kräftigen Aufschlag, krachenden Bodenschlägen und verbesserten Spiel am Netz zeigt der 1,98 Meter große Deutsche alle Facetten, um ganz an die Spitze aufzusteigen.“

          „The Independent“: „Zverev schlug Djokovic mit seinen eigenen Waffen, indem er seinen Gegner mit der unnachgiebigen Beharrlichkeit seines Ballschlags zermürbte. Der Deutsche lieferte überragend, zeigte den Willen, das Netz anzugreifen und seine Bälle mit Überzeugung und Präzision zu schlagen.“

          „The Sun“: „Zverev hatte das Londoner Publikum, inklusive David Beckham und Sohn Romeo, auf seiner Seite. Er feierte, indem er einen Hund küsste, der in der Tasche seiner Mutter saß.“

          „Daily Mail“: „Attraktiv, talentiert, manchmal gereizt, aber mit einem Sinn für Humor, er ist, was das Tennis braucht vor den drohenden Abschieden der Stars wie Federer und Nadal. Es gab dieses Mal keine kindischen Pfiffe von den Zuschauern, nur Anerkennung für einen neuen Star.“

          „Telegraph“: „Mit seinen Stelzenbeinen und seinen schnell zuckenden Muskeln sprang der 1,98 große Zverev wie ein gigantischer Watvogel an der Grundlinie entlang. Das führte dazu, dass dieses dunkelblaue Rechteck nicht größer als ein Planschbecken aussah. Das war es sicherlich, was es Djokovic fast unmöglich machte, den Ball an ihm vorbeizufeuern und nur sieben Treffer im Spiel zu erzielen.“

          Reduzierte das dunkelblaue Tennis-Rechteck in die Größe eines Planschbeckens: Zverev mit seinen Stelzen

          Spanische Pressestimmen

          „Marca“: „Der ganze Druck lastete auf Djokovic, dem Favoriten sowohl was das Tennisspiel als auch was das Ranking betrifft. Zverev war ein Überraschungsgast, der nach der Überraschung vom Vortag im Halbfinale gegen Roger Federer befreit aufspielen konnte.“

          „Sport“: „Die ATP-WM hat einen neuen König. (...) Zverev hat auf dem Londoner Platz sein ganzes Repertoire gezeigt und nicht vor Djokovic gezögert. Der zeigte nicht sein bestes Spiel. Das hatte er im Halbfinale vorgeführt, als er Anderson an die Wand spielte.“

          „Mundo Deportivo“: „Alles schien bereit, um das ATP-Finale zum krönenden Abschluss der Wiederauferstehung Djokovics zu machen. (...) Mit seinen 31 Jahren wurde er jedoch von dem Jungspund eingeschüchtert, der einen sehr kraftvollen Aufschlag zeigte, solide spielte und an seinen Triumph glaubte.“

          Italienische Pressestimmen

          „Gazzetta dello Sport“: „Djokovic muss sich vor dem neuen Tennis-Phänomen Zverev verneigen. In London strahlt ein neuer Stern, die Zukunft des Tennis hat begonnen. Zverev hat die guten Ratschläge des großen Meisters Lendl angewendet und gesiegt. Lendls unglaubliche Erfahrung hat Zverev geholfen, zwei entscheidende Matchs in Folge zu meistern.“

          „Corriere dello Sport“: „Meister Zverev demütigt Djokovic und siegt 23 Jahre nach Boris Becker. Mit dem jungen Deutschen russischer Abstammung beginnt die Revolution im Tennis. Zverev schafft einen transparenten und voll verdienten Sieg, der ihm ein Weihnachtsgeschenk von 2,5 Millionen Dollar beschert.“

          „La Repubblica“: „Die Schönheit der Jugend: Zverev leitet im Tennis eine neue Ära ein. Der Favorit Djokovic versinkt vor dem 21-jährigen Deutschen, dem neuen König, den Lendl in einen Champion verwandelt hat."

          „Corriere della Sera“: „Zverev besiegt Djokovic und zählt zu den Großen des Tennis. Djokovic ist nicht wiederzuerkennen und kann nicht reagieren. Für Zverev ist dieser Sieg endgültig der Beginn einer steilen Karriere. Sein junges Alter wird die tödliche Waffe gegen die Generation der wunderbaren Over 30s sein.“

          „La Stampa“: „Zverev wandelt auf den Spuren Boris Beckers, dem letzten Deutschen, der einen Master gewonnen hat. Aber: 2019 wird Zverev nun auch bei den Slams zeigen müssen, was er kann.“

          „Il Giornale“: „Der junge Zverev, Meister unter den Meistern nach dem Finalmatch zwischen dem alten Löwen und dem jungen Star, der sich den Weg frei machen will."

          Französische Pressestimmen

          „L'Équipe“: „Alexander der Große: Alexander Zverev hat für eine Sensation gesorgt, indem er mühelos die weltweite Nummer Eins Novak Djokovic (6:4, 6:3) im Masters-Finale beherrschte. Der 21 Jahre alte Deutsche hat alles, um sehr hoch und sehr schnell aufzusteigen.“

          Österreichische Pressestimmen

          „Kronen Zeitung“: „Auf Beckers Spuren. Jubelstimmung bei unseren Nachbarn!“

          „Kurier“: „Deutscher Sieg bei der Abschlussparty“

          Schweizer Pressestimmen

          „Blick“: „Jungspund Zverev entzaubert Djokovic. Nachdem das deutsche Wunderkind im Halbfinale Roger Federer in 95 Minuten aus dem Weg geräumt hatte, werden im Endspiel dem Djoker die Grenzen aufgezeigt.“

          Amerikanische Pressestimmen

          CNN: „Es war zweifellos das Jahr von Novak Djokovic im Herrentennis. Alexander Zverev aber war das am Sonntag egal, als er Djokovic in London mit 6:4, 6:3 schockte, um der jüngste Sieger der Jahresend-Meisterschaft seit dem Serben 2008 zu werden.“

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