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Krise in Hamburg : HSV trennt sich von Trainer Hollerbach

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Holte drei Punkte aus sieben Spielen: Bernd Hollerbach ist Geschichte. Bild: AP

Der Hamburger SV hat seinen Trainer freigestellt. Nur sieben Spiele durfte sich Hollerbach an der Rettung versuchen. Nun übernimmt der Nachwuchscoach. Und einen neuen Kurzzeitmanager gibt es auch.

          Der Hamburger SV hat seinen Trainer Bernd Hollerbach freigestellt. Wie der norddeutsche Fußball-Bundesligaklub am Montag via Twitter mitteilte, übernimmt der bisherige U-21-Trainer Christian Titz beim abstiegsbedrohten HSV bis zum Saisonende Hollerbachs Aufgaben. Die Entscheidung teilte der Vorstandsvorsitzende Frank Wettstein zwei Tage nach der 0:6-Pleite beim FC Bayern München Hollerbach telefonisch mit. Titz ist bereits der 23. Trainer beim HSV in den vergangenen 21 Jahren. Als Spieler war er eher unauffällig, gerade mal sechs Regionalliga-Partien stehen in seiner Vita. Als Coach begann er im Nachwuchsbereich von Alemannia Aachen.

          Der ehemalige HSV-Profi Hollerbach war als Nachfolger von Markus Gisdol erst seit 49 Tagen im Amt. In sieben Spielen unter seiner Leitung gelang dem Team kein Sieg. Er holte lediglich drei Punkte und belegt mit dem Klub einen direkten Abstiegsrang. Vier Tage zuvor waren bereits Vorstandschef Heribert Bruchhagen und Sportdirektor Jens Todt beurlaubt worden. Die Personalwechsel sind auf Bestreben des neuen Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd Hoffmann vorgenommen worden. Der 55 Jahre alte Präsident des Gesamtvereins fordert die Neuausrichtung der Fußball-AG.

          In den kommenden Wochen soll Thomas van Heesen als Kurzzeit-Manager seinen ehemaligen Verein unterstützen. Bei dem früheren Mittelfeldspieler sollen „die tagesoperativen Managementfäden für die Bundesliga zusammenlaufen“, so Wettstein. Die Aufgaben des 56-Jährigen von Heesen beschrieb der Vorstandsvorsitzende mit wolkigen Worten: „Thomas wird dem Trainerteam als Sparringspartner dienen, er wird die Mannschaft tagtäglich begleiten, Gespräche mit Beratern haben, das Teammanagement führen und als Bindeglied zu Direktor Sport Bernhard Peters und auch zu mir im Vorstand fungieren.“

          Die Hamburger sind nach 26 Spielen mit lediglich 18 Punkten Tabellenvorletzter und haben schon sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsrang. Seit 13 Spielen haben sie nicht mehr gewonnen. Der erstmalige Abstieg des Bundesliga-Gründungsmitgliedes scheint kaum noch zu verhindern zu sein. In acht ausstehenden Saisonspielen besteht für die Hanseaten aber rechnerisch noch die Chance auf den Klassenverbleib.

          Nachwuchscoach Titz ist mit der U-21-Mannschaft des HSV Tabellenführer in der Regionalliga Nord. Der 46-Jährige muss nun versuchen, die schwache Offensive zu beleben. Mit lediglich 18 Toren sind die Hamburger das mit Abstand harmloseste Team der Bundesliga.

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