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Hockey : Deutschland erreicht Halbfinale der Hockey-WM

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Über Pakistan ins Halbfinale: Michael Green (l.) wehrt Shahbaz Ahmed ab Bild: AP

Europameister Deutschland hat durch ein 3:2 gegen Pakistan das Halbfinale der Hockey-WM in Malaysia erreicht. Gegner ist Südkorea.

          Im Stil eines kommenden Champions hat Hockey- Europameister Deutschland sein Zwischenziel auf dem Weg zum ersten Weltmeister-Titel erreicht.

          Durch den verdienten 3:2 (2:1)-Erfolg über Pakistan steht die Auswahl von Bundestrainer Bernhard Peters bei der 10. Feldhockey-WM in Malaysia nun schon zum neunten Mal nacheinander im Halbfinale. Dort trifft sie als Erster der Gruppe A am Donnerstag (12.05 Uhr/MEZ) auf Südkorea. Titelverteidiger Niederlande und Australien (1. Gruppe B) treten am Donnerstag (14.35 Uhr) in der zweiten Vorschlussrunden-Begegnung gegeneinander an.

          „Wir sind jetzt richtig eingespielt“

          „Gegen die Südkoreaner haben wir gute Chancen. Wir werden uns gut vorbereiten und wir werden es schaffen“, versprach der glückliche Coach Peters nach dem Hockey-Krimi mit Happy End gegen den nun auf der Strecke gebliebenen Rekord-Weltmeister aus Pakistan den nächsten Coup.

          „Wenn unsere Ecken so stark bleiben wie gegen Pakistan, haben wir beste Chancen. Wir sind jetzt richtig eingespielt“, glaubt Torjäger Oliver Domke. Gegen Pakistan wurde eine schwarze Serie beendet: denn in WM-„Schlüsselspielen“ waren die Asiaten seit 1975 stets als Sieger vom Feld gegangen. Diesmal triumphierte Deutschland, das im 102. Duell zum 46. Mal siegreich war.

          Mentale Stärke in kritischen Momenten

          Nach Sascha Reinelts 1:0 (20.) avancierte Florian Kunz zum Matchwinner: Der Mannschaftskapitän (24./50.) münzte zwei Strafecken in Treffer um. „Irgendwann musste bei mir der Knoten platzen“, freute sich Kunz, der nach seinem 150. Länderspiel betonte, nie an die „Sydney-Situation“ gedacht zu haben. Bei den Olympischen Spielen 2000 hätte Deutschland im letzten Vorrunden-Spiel gegen Großbritannien (1:2) - wie nun gegen Pakistan - ein Punkt zum Halbfinal-Einzug genügt, und hatte es vermasselt.

          Doch anders als damals klappte es nun. „Mein Team war heute zu allem entschlossen und ist verdienter Sieger dieser schweren Gruppe“, urteilte Peters. Mit Stolz erfüllte ihn, dass sich seine Elf auch vom zwischenzeitlichen 2:2 nicht schocken ließ, sondern gerade im kritischen Moment mentale Stärke bewies.

          Sechs Siege in sieben Spielen

          Mit sechs Siegen und nur einer unglücklichen 2:3-Schlappe gegen Angstgegner Spanien gelang der Einzug in die „Top 4“ am Ende sicher. Großen Anteil daran hatte Clemens Arnold. Der Torhüter vom HTHC Hamburg wurde von Peters glänzend auf die Strafecken von Sohail Abbas, des besten Ecken-Schützen der Welt, eingestellt. Nur zwei von acht Versuchen landeten im Tor.

          „Ich habe mit Bernhard Peters eine Privat-Videostunde zu den Abbas-Ecken abgehalten und mich toll drauf vorbereitet. Zwei Gegentore bei acht Versuchen - die Quote geht noch“, urteilte der Schlussmann, der mehrfach glänzend parierte und große Zuversicht ausstrahlt: „Jetzt bin ich für die WM sehr optimistisch.“

          Nach dem Spiel Gegner Südkorea beobachtet

          Gut acht Stunden nach ihrem Sieg begutachtete die DHB-Truppe im Bukit-Jalil-Nationalstadion ihren Vorschlussrunden-Gegner, der sich zum Abschluss in einem wegen starken Regens unterbrochenen Spiel ein 0:2 gegen England leistete und daher noch einmal ein wenig zittern musste.

          WM-Gastgeber Malaysia hätte die Südkoreaner durch einen Sieg mit acht Toren Vorsprung gegen Polen noch überflügeln können, doch am Ende sprang für das Team des früheren Bundestrainers Paul Lissek nur ein 2:2 heraus. Australien, das mit dem 4:3 über Indien den siebten Sieg im siebten Spiel feierte, hatte bereits am Montag durch das 4:2 über die Südkoreaner die entscheidenden Punkte zum Gruppensieg gesammelt.

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