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Herz-Kreislauf-System : Auch Frauen haben ein hohes Herzinfarkt-Risiko

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Doppeltes Risiko: Rauchen am Steuer Bild: dpa

Die Gefahr, Herzinfarkt und Schlaganfall zu erleiden, wird von Frauen häufig unterschätzt. Sie fürchten sich eher vor Brustkrebs. Ein Trugschluss.

          Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle sind auch bei Frauen die führenden Todesursachen in Europa und den USA und fordern mehr Leben als Krebserkrankungen, Unfälle und Zuckerkrankheit zusammen.

          Bisher ist diese Tatsache weder von den betroffenen Frauen noch von den Ärzten und Wissenschaftlern oder den Gesundheitspolitikern in gebührender Weise zur Kenntnis genommen worden.

          Rauchen als hohes Risiko

          Das Erkrankungsrisiko nimmt mit dem Alter, insbesondere nach den Wechseljahren zu, so dass Frauen im Alter von über 70 Jahren etwa gleich häufig einen Herzinfarkt bekommen wie Männer.

          Die meisten der für die Männer geltenden Risikofaktoren (hoher Blutdruck, Stress, Bewegungsmangel und Übergewicht) gelten auch für Frauen, aber es gibt Unterschiede in deren Bedeutung: Rauchende Frauen haben ein viermal so hohes Herzinfarktrisiko wie Nichtraucherinnen!

          Was ist bei Frauen anders?

          Dies gilt besonders für junge Frauen, die die Pille nehmen, weil sie dadurch die schützende Wirkung der Hormone verlieren. Besonderer Risikofaktor: Das frühe Aufhören der Regelblutung nach chirurgischer Entfernung der Eierstöcke oder der Gebärmutter - dadurch verlieren Frauen den natürlichen Schutz vor der Entwicklung von Gefäßerkrankungen, der durch das Hormon Östrogen gegeben ist.

          Bei Frauen sind uncharakteristisch Beschwerden häufiger als bei Männern: Druckgefühl und Schmerzen in der Brust, Schmerzen im Oberbauch und Erbrechen oder Kreislaufprobleme bis zum Kollaps sind Anzeichen, die nicht unterschätzt werden dürfen.

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