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Harting legt nach : Dopende Athleten „schön blöd“

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Robert Harting über dopende Athleten: „Manche haben ja gar keine Moral“ Bild: dpa

In der Debatte über dopende russische Sportler spricht Diskus-Olympiasieger Harting von „entmündigten und destabilisierten Athleten“, die ihre Gesundheit riskieren: „Manche haben ja gar keine Moral.“

          Diskus-Olympiasieger Robert Harting hat in der Debatte um mögliches Doping im russischen Spitzensport seine Kritik bekräftigt. Er habe einen „russischen Rivalen, der ist in den letzten anderthalb Jahren 20 Kilo schwerer geworden“, sagte der Berliner der Deutschen Presse-Agentur. Einen Namen nannte der 30-Jährige, der nach seiner Kreuzband-Operation zur Zeit eine Reha im bayerischen Donaustauf absolviert, nicht.

          „Manche haben ja gar keine Moral. Wo willst du da im Anti-Doping-Kampf ansetzen, wenn die eigene Moral gar nicht gestaltet ist?“, fragte der dreifache Weltmeister. „Wenn sie das so machen müssen und ihre Gesundheit riskieren, dann sind sie schön blöd.“ Man merke, dass „diese Athleten wirklich zum Teil total entmündigt werden und destabilisiert in ihrer Autorität. Sie machen das, was die Trainer sagen, sie sind da regelrecht abhängig.“ Diese Dopingsünder sollten nach Hartings Überzeugung streng bestraft werden: „Solche Athleten sind der typische Fall zwischen lebenslang und vier Jahren.“

          Die ARD hatte in der viel diskutierten Dokumentation „Geheimsache Doping“ am 3. Dezember über staatlich unterstütztes Doping in Russland und einen offenbar im Hintergrund wirkenden Betrugs- und Vertuschungsapparat berichtet.

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