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Handball : Zum EM-Auftakt ein Remis gegen Spanien

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Bester deutscher Torschütze: Pascal Hens Bild: dpa/dpaweb

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat bei der EM in der Schweiz für die erste Überraschung gesorgt und Weltmeister Spanien beim 31:31 einen Punkt abgetrotzt. „Das Team zeigte Moral“, freute sich Bundestrainer Brand.

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          Die deutschen Handball-Männer sind mit einer Überraschung in die Europameisterschaft gestartet. Der personell geschwächte Titelverteidiger erkämpfte sich am Donnerstag in Basel in einem mit Herz und Leidenschaft geführten Duell mit Weltmeister Spanien ein hoch verdientes 31:31.

          Mit dem unerwarteten Punktgewinn hat sich der Olympia-Zweite in der Vorrundengruppe B eine gute Ausgangsposition für das Erreichen der Hauptrunde geschaffen. Vor 5300 begeisterten Zuschauern in der St. Jacobs Halle war Pascal Hens (Hamburg/9 Tore) der überragende Spieler in der deutschen Mannschaft. Nach einem Ruhetag trifft die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Samstag (14 Uhr) auf die Slowakei.

          Am Anfang überrannt

          „Wir können uns kein besseres Auftaktmatch wünschen: Der Titelverteidiger Deutschland spielt gegen den Weltmeister Spanien“, sagte Jean Brihault, Vize-Präsident des Europäischen Handball-Verbandes (EHF), zur offiziellen EM-Eröffnung. Das Gipfeltreffen, bei dem Bundestrainer Heiner Brand auf Linksaußen Dominik Klein (Großwallstadt) und den noch nicht offiziell gemeldeten Torhüter Carsten Lichtlein verzichtete, begann für die deutsche Mannschaft alles andere als ermutigend. Nach zwei Fehlabspielen, zwei gehaltenen Bällen von Spaniens Torwart David Barrufet und einem Fehlwurf wurde die DHB-Auswahl von den Iberern überrannt und geriet 0:5 (5. Minute) in Rückstand. Brand reagierte und nahm schon nach 4:33 Minuten eine Auszeit, um seine übermotivierten und nervösen Spieler zu beruhigen. Diese Maßnahme wirkte.

          Durch zwei Tore von Andrej Klimowets (Kronau/Östringen) sowie des von Magen-Darm-Problemen geschwächten Christian Zeitz (Kiel) brachte den Titelverteidiger auf 3:6 (9.) heran. Fortan erkämpften sich die Deutschen vor allem dank einer aufmerksamen und zupackenden Abwehr ein Übergewicht. Mit einem Lauf von 6:0 Toren machte der Olympia-Zweite aus einem 8:12-Rückstand (18.) ein 14:12 (25.) und begeisterte mit seiner leidenschaftlichen Aufholjagd die überwiegend deutschen Anhänger in der Halle. „Mit etwas Glück zum Schluß hätten wir gewinnen können. Aber das ist ein gewonnener Punkt“, sagte später Rechtsaußen Florian Kehrmann (Lemgo) und fügte an: „Wir haben einen ersten Schritt Richtung Hauptrunde gemacht, aber das nützt uns nichts, wenn wir gegen die Slowakei nicht gewinnen.“

          Zupackende Abwehr

          Als Zeitz pausieren mußte, leistete sich sein Vertreter Volker Michel (Göppingen) zwei leichte Fehler, durch die Spanien beim 14:14 (28.) wieder ausgleichen konnte. Mit ihrem zurückgewonnenen Selbstbewußtsein ließ sich die deutsche Mannschaft aber nicht von ihrer spielerischen Linie abbringen und ging mit einem 16:15-Vorteil in die Pause.

          Auch nach dem Wiederanpfiff lebte das Spiel der deutschen Mannschaft von der Begeisterung. Ein 18:20-Rückstand (38.) entmutigte den Titelverteidiger nicht - vielmehr schien er ihn anzuspornen. Vor allem der wieder zu guter Form findende Hens sowie Klimowets und Zeitz sorgten dafür, daß sich das Brand-Team wieder auf 24:21 (43.) absetzen konnte.

          „Hochachtung vor der Mannschaft, was sie heute geleistet hat, war famos. Das Team hat im richtigen Moment Moral gezeigt und nach einem miserablen Anfang überzeugt und eine Trotzreaktion gezeigt. Man hat aber gesehen, daß unsere Möglichkeiten begrenzt sind“, meinte ein völlig geschaffter Bundestrainer nach der Partie.

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