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Deutschland hat ein Ziel : Wie die Handball-WM zum nächsten Wintermärchen werden soll

  • -Aktualisiert am

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft beim Mannschaftsfoto nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2007. Bild: dpa

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat 2007 für zauberhafte Tage gesorgt – Weltmeister! Nach mehreren Enttäuschungen hofft das Team nun bei der Heim-WM wieder auf einen großen Coup.

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          Achtundzwanzig Grad auf den Malediven, viel mehr musste Bob Hanning von seinem tropischen Ferienort gar nicht verraten, um die Anrufer im fernen Norden neidisch zu machen. Seit Jahren schon erholt sich der wichtigste Funktionär des Deutschen Handballbundes (DHB) zum Jahreswechsel dort. Diesmal war es die letzte Chance, noch einmal tief Luft zu holen, ehe Hanning vom 10. Januar an in einen Tunnel eintauchen wird, der aus seiner Sicht hoffentlich erst am 29. Januar in Herning endet. Dort wird dann das Finale der Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland und Dänemark ausgespielt. Die erste Männer-Auswahl des DHB sollte unbedingt dabei sein, damit das eintritt, was Hanning, seit September 2013 Vizepräsident Leistungssport beim DHB, anpeilt: „Die WM kann gigantisch werden, wenn wir erfolgreich sind.“

          Spielplan der Handball-WM 2019 in Deutschland und Dänemark

          28 Grad mögen es auch am Sonntagnachmittag, dem 4. Februar 2007 in Köln gewesen sein, als sich eine andere deutsche Mannschaft beim Heimturnier anschickte, Weltmeister zu werden. Die Sportfans in Hallen und am Fernseher ließen sich damals vom „Wintermärchen“ verzaubern, sie lauschten einer Erzählung, wie ein zunächst zaghaftes und verunsichertes Team immer stärker wurde, den schweren Brocken Frankreich im Halbfinale aus dem Weg räumte und den Polen im Endspiel keine Chance ließ – Weltmeister!

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