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Handball-Kommentar : Die „Bad Boys“ sind Geschichte

Nicht mehr die „Bad Boys“, nur noch das Handball-Nationalteam: Bei der WM will Christian Prokop (Zweiter von rechts) mit seiner Mannschaft angreifen. Bild: dpa

Es ist Zeit für etwas Neues im deutschen Handball, und das soll in den Köpfen beginnen. Deshalb hat man sich still und leise von einem beliebten Begriff verabschiedet. Alles andere wäre auch eine große Gefahr.

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          Wer an Handball denkt, denkt nicht an „Die Mannschaft“. Der zweitliebste Ballsport der Deutschen dreht sich nicht derart um sich selbst, dass er auf die Idee käme, den sprachlichen Teambegriff als solchen für sich zu reklamieren und zu monopolisieren. Stattdessen zogen die Handballspieler in den vergangenen Jahren als „Bad Boys“ durch die Hallen, zuerst sehr erfolgreich, als Europameister 2016 und Olympia-Dritter, danach weniger: als jeweils Neunter bei der WM 2017 und der EM 2018. Nun, vor der Heim-WM, ist dieser Begriff heimlich, still und leise begraben worden.

          Man wird es gewiss noch oft genug zu hören bekommen, selbst der Hallensprecher bei den jüngsten Testspielen war noch nicht im Bilde. Aber die Mannschaft und ihr Trainer Christian Prokop wollen nicht mehr unter diesem Etikett firmieren, das ihnen Prokops Vorgänger Dagur Sigurdsson für die EM 2016 verpasst hatte, in Anlehnung an die Detroit Pistons in der nordamerikanischen Basketball-Liga.

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