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Deutsche WM-Vorbereitung : Kraus kehrt ins Handball-Nationalteam zurück

  • Aktualisiert am

Michael Kraus kehrt ins Handball-Nationalteam zurück Bild: dpa

Gut vier Monate nach seinem Freisprung vom Vorwurf eines Dopingkontrollverstoßes kehrt Michael Kraus ins Nationalteam der Handballer zurück. Ob er auch mit zur WM nach Qatar darf, ist aber ungewiss.

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          Michael Kraus kehrt in die Handball-Nationalmannschaft zurück. Gut vier Monate nach seinem Freispruch vom Vorwurf eines Dopingkontrollverstoßes berief Bundestrainer Dagur Sigurdsson den Rückraumspieler ins vorläufige WM-Aufgebot. Der 31-Jährige wurde am Dienstag für die Testspiele gegen Tschechien am Freitag und Samstag in Stuttgart und Mannheim ebenso nachnominiert wie Tim Kneule und Hendrik Pekeler. Das Trio hatte bei den Länderspielen in Island wegen gesundheitlicher Probleme gefehlt. Nicht mehr zum Aufgebot gehört Simon Ernst.

          Die deutschen Handballer verlieren den zweiten WM-Test in Island
          Die deutschen Handballer verlieren den zweiten WM-Test in Island : Bild: dpa

          Dem Überraschungssieg folgte am Vorabend die unglückliche Niederlage: Gut 24 Stunden nach dem 31:24-Coup verloren die Handballer am Montag in Reykjavik den zweiten WM-Test gegen Island mit 24:25 (12:12). 20 Sekunden vor Schluss scheiterte Patrick Wiencek an Islands Torhüter Björgvin Gustavsson und vergab so den Ausgleich. Dennoch überzeugte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB), in der Uwe Gensheimer mit neun Treffern bester Torschütze war.

          „Wir haben zu viele Chance liegen gelassen. Die Abwehr war gut, damit können wir leben. Aber insgesamt haben wir zu viel verworfen. Der Gesamteindruck der beiden Spiele ist trotzdem positiv. Hier haben viele Leute überrascht, die bisher nicht so im Fokus waren. Wir sind auf dem richtigen Weg“, sagte Teammanager Oliver Roggisch.

          Zum Abschluss der WM-Vorbereitung trifft das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson am 9. Januar in Stuttgart und einen Tag darauf in Mannheim jeweils auf Tschechien – mit Rückkehrer Michael Kraus. Am 13. Januar reist das Team dann zur WM nach Doha. In der Gruppe D sind Polen, Russland, Dänemark, Argentinien und Saudi Arabien die Vorrundengegner. Die ersten vier Teams qualifizieren sich fürs Achtelfinale.

          Für die zweite Partie erwartete Sigurdsson wesentlich stärkere Gegenwehr seiner Landsleute. „Ich kenne die Isländer“, erklärte er, „die haben Stolz. Die stehen jetzt ein bisschen unter Druck und werden aggressiver sein.“ Doch genau diesen Bewährungsproben wollte der Bundestrainer seine neu formierte Auswahl aussetzen. „Das Spiel wird wahrscheinlich enger“, prognostizierte er, „das tut uns gut. Da will ich, dass wir auch so ein Spiel gewinnen.“

          Zwei Würfe ins leere deutsche Tor

          Im Gegensatz zum Vortag, als die deutsche Mannschaft zum Start weg einem Rückstand hinterherlief, entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Erst nach dem 6:6 (17.) gerieten die Gäste ins Straucheln. Vier Gegentore in Serie zum 6:10 (22.) waren ernüchternd, zumal zwei Tore in Unterzahl durch Würfe ins leere deutsche Tor fielen. Zudem hatte der WM-Fünfte zuvor zahlreiche gute Chancen nicht genutzt. Kapitän Uwe Gensheimer setzte in der 16. Minute gar einen Siebenmeter neben das Tor.

          Doch das Team um Spielmacher Martin Strobel wirkte erstaunlich abgeklärt und ließ sich durch den Rückstand weder entmutigen noch aus dem Konzept bringen. Fünf Tore hintereinander brachten die 11:10-Führung (29.) und anschließend ein 12:12 zur Pause.

          Nicht der zweite DHB-Sieg über Island

          Auch in der zweiten Halbzeit erholte sich die deutsche Mannschaft von einem Vier-Tore-Rückstand beim 13:17 (39.), kämpfte sich auf 16:17 (42.), blieb aber im Hintertreffen. „Das holen wir noch, das holen wir noch“, machte Gensheimer sich und seinen Mitspielern in der Auszeit beim 19:21 (48.) Mut. Und tatsächlich gelang Patrick Groetzki beim 21:21 (52.) der Ausgleich. Doch zum abermaligen Sieg reichte es nicht mehr.

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