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Studie zur Handball-WM : Allererste Sahne sorgt für Titel

Champions League macht den Unterschied: Uwe Gensheimer ist einer von nur vier deutschen Königsklassenspielern bei der Handball-WM. Bild: Reuters

Deutschland spielt bei der Handball-WM um den Einzug ins Finale. Die besten Chancen auf den Titel hat aber eine andere Mannschaft. Warum das so ist, zeigt eine bemerkenswerte Analyse.

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          Die deutschen Handballer wollen nicht mehr die „Bad Boys“ sein, aber irgendwie wollen sie ihr Image schon noch bewahren. Eine coole Truppe, die sich mit Teamgeist Vorteile erarbeitet gegenüber der individuell bevorteilten Konkurrenz aus Frankreich und Skandinavien. Bislang gelang das recht gut bei der WM, die bis zum Halbfinale gegen Norwegen an diesem Freitag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Handball-WM und in der ARD) eine Heim-WM ist. Mit dem Rückhalt der Fans stemmte sich die deutsche Mannschaft gegen favorisierte Teams aus Frankreich, Kroatien und auch Spanien oder gegen die akute Überbelastung samt folgender Verletzungsausfälle, die ebenfalls ein entscheidender Faktor eines solchen strapaziösen Turniers ist. Die deutsche Mannschaft hat all diesen Widerständen bislang ungeschlagen getrotzt.

          Handball-WM 2021
          Daniel Meuren
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Dazu hat die Mannschaft die positiven Effekte durch Teamgeist und Publikumsunterstützung auch nötig, wenn man den Analysen des Instituts für Spielanalyse folgt. Die Sportwissenschaftler haben die Daten großer Mannschaftssportarten ausgewertet und einen bemerkenswerten Trend ausgemacht: Beim Fußball wie im Handball gewinnen jene Nationalteams die Titel, deren Einzelspieler sich im Vereinsalltag an Titelgewinne und Spiele unter Erfolgsdruck am besten gewöhnen können. An sich ist das nicht überraschend, da ja nun mal die besten Spieler auch die besten Chancen auf Erfolge haben. Bemerkenswert ist dennoch die erstaunliche Konsequenz, mit der die Summe der besten Einzelteile auch tatsächlich trotz aller Rahmenbedingungen wie dem Trainer oder eben Widrigkeiten wie dem Zufall oder fragwürdiger Schiedsrichterleistungen am Ende für den Turniersieg reicht.

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