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Nachrücker zur Handball-WM : „Das ist völlig surreal“

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„Ich habe zu meinem Geburtstag nicht so viele Nachrichten bekommen wie heute Abend“: Andy Schmid darf mit der Schweiz auf einmal eine WM spielen. Bild: Picture-Alliance

Eigentlich hatte sich Andy Schmid auf Homeschooling eingestellt. Doch weil zwei Teams ihre WM-Teilnahme absagen, rückt die Schweiz nach. Für den Oldie von den Rhein-Neckar Löwen ist es eine wohl einmalige Chance.

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          Der Schweizer Handball-Nationalspieler Andy Schmid vom Bundesligaverein Rhein-Neckar Löwen hat überrascht, aber erfreut auf die unerwartete WM-Teilnahme als Nachrücker-Mannschaft reagiert. „Ich habe zu meinem Geburtstag nicht so viele Nachrichten bekommen wie heute Abend. Das ist völlig surreal“, sagte der Weltklasse-Spielmacher am späten Dienstagabend dem „Mannheimer Morgen“.

          Handball-WM 2021

          Er habe sich auf Homeschooling eingestellt und spiele jetzt in wenigen Stunden eine Weltmeisterschaft. „Ich wasche und packe gerade. Ich weiß, dass es wegen der Corona-Situation Argumente für und gegen die WM gibt. Aber ich muss das machen, ich muss diese WM spielen. Diese Chance habe ich wahrscheinlich nur dieses eine Mal in meinem Leben“, sagte der 37-Jährige.

          Wegen zahlreicher positiver Corona-Tests im Vorfeld der WM vom 13. bis 31. Januar in Ägypten hatten die Teams aus Tschechien und den Vereinigten Staaten ihre Teilnahme abgesagt. Für die Tschechen rückte Nordmazedonien nach und trifft bei der am Mittwoch beginnenden Endrunde in der Gruppe G auf den Gastgeber, Chile und Schweden. Statt der Vereinigten Staaten ist nun die Schweiz dabei. Die Eidgenossen bekommen es in der Gruppe E mit Österreich, Norwegen und Rekord-Weltmeister Frankreich zu tun.

          Nach Tschechien und den Amerikanern ist mit zudem Brasilien ein drittes Handball-Team unmittelbar vor Beginn der WM von einem Coronavirus-Ausbruch betroffen. Wie der brasilianische Verband auf seiner Internetseite mitteilte, wurden insgesamt zwei Spieler und fünf Team-Verantwortliche im Trainingslager im portugiesischen Rio Maior positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet.

          Bei den Spielern handelt es sich danach um Rückraumspieler Thiagus Petrus vom Champions-League-Finalisten FC Barcelona und Torhüter Leonardo Terçariol von BM Benidorm in Spanien. Auch Trainer Marcus Oliviera ist den Angaben zufolge mit Corona infiziert. Alle hätten nur leichte Symptome und seien von der Mannschaft isoliert worden. Alle nicht betroffenen Teammitglieder sollen an diesem Mittwoch nach Ägypten reisen. Brasilien spielt in der Gruppe B mit Spanien, Tunesien und Polen.

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