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Reaktion auf Spieler-Schreiben : Zuschauer bei der Handball-WM?

Hier soll gespielt werden: die Handball-Arena östlich von Kairo. Bild: Reuters

Auf Anfrage der F.A.Z. reagiert der Handball-Weltverband auf ein Schreiben von 14 Kapitänen europäischer Nationalmannschaften. Darin wird gefordert, die Zuschauerfrage bei der anstehenden WM noch einmal zu überdenken.

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          Die Zuschauerfrage bei der Handball-Weltmeisterschaft soll noch einmal bei einem Spitzentreffen des Weltverbands (IHF) und der ägyptischen Regierung zur Sprache kommen. Das Thema werde am Sonntag mit dem Premierminister und Vertretern des Gesundheitsministeriums diskutiert, teilte die IHF an diesem Freitag auf F.A.Z.-Anfrage mit.

          Anlass der Anfrage war das Schreiben, das 14 Kapitäne europäischer Nationalmannschaften an den IHF-Präsidenten Hassan Moustafa gerichtet hatten. Darin forderten sie, die bisherige Planung, wonach die Arenen bei dem Turnier vom 13. bis zum 31. Januar mit jeweils 20 Prozent ihrer Kapazität gefüllt werden sollen, noch einmal zu überdenken. „Wir haben die Bedenken hinsichtlich der Zuschauer bei der WM zur Kenntnis genommen und respektieren sie“, hieß es von Seiten der IHF. „Das Schreiben, das in dieser Angelegenheit von der European Handball Players Union gesendet worden ist, wird im Entscheidungsprozess berücksichtigt werden.“

          Das Treffen als solches sei indes unabhängig von der Initiative, an der sich auch die deutschen Kapitäne Uwe Gensheimer und Johannes Bitter beteiligten, schon vorher geplant gewesen. Es gebe eine „kontinuierliche Evaluierung der Gesundheitssituation in Ägypten“ durch die Behörden. Als IHF-Chef Moustafa bei einer Pressekonferenz Anfang Dezember ankündigte, dass die WM mit Zuschauern gespielt werden solle – die Rede war da noch von 30 Prozent Auslastung –, hatte er auf die fortlaufende Überprüfung der Situation verwiesen.

          Im Schreiben der Spieler an Moustafa hieß es: „Wir sind äußerst besorgt über die Corona-Situation und die Entscheidung, dass die Zuschauer an den Spielen teilnehmen dürfen. (...) Wir möchten Sie daher bitten, zu prüfen, ob dies der sicherste Weg ist, die WM zu organisieren, und wie Sie die Zuschauer-Zulassung bei den Spielen organisieren können, um das Blasenkonzept für die Teams aufrechtzuerhalten.“ Darüber hinaus gehe es auch um die Signalwirkung, in Ägypten Handball vor Publikum zu spielen, während in den Heimatländern „starke Einschränkungen“ für die Menschen bestehen.

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