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28:29 gegen Ungarn : Deutsche Niederlage im Handball-Krimi

  • -Aktualisiert am

Durch die Mitte: die deutsche Abwehr hatte Probleme gegen Ungarns Angriff Bild: AFP

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft verliert mit dem letzten Wurf gegen Ungarn und startet nun mit der Hypothek von zwei Minuspunkten in die Hauptrunde der Handball-WM.

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          Der Weg der deutschen Handball-Nationalmannschaft ins avisierte Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Ägypten ist sehr lang geworden. Die Deutschen verloren gegen Ungarn nach spannender Partie 28:29 und gehen mit nur zwei Punkten in die Hauptrunde. Dort trifft die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) als Zweiter der Gruppe A ab Donnerstag auf Spanien, Brasilien und Polen. Um die Runde der letzten Acht zu erreichen, muss Bundestrainer Alfred Gislasons Auswahl Erster oder Zweiter der Hauptrundengruppe werden – das heißt, dass sie nun alle Spiele gewinnen und auf günstige Ergebnisse hoffen muss.

          Handball-WM 2021

          Eine Partie zweier gleichstarker Teams war erwartet worden – das wurde es auch 60 aufregende Minuten lang. Ungarn richtet gemeinsam mit der Slowakei die EM im nächsten Jahr aus und baut gerade die Mannschaft für das Großereignis aus: Das ist eine gute Mischung aus Alt und Jung, basierend auf Spielern aus den Champions-League-Dauerteilnehmern Veszprem und Szeged. In der deutschen Startaufstellung stand in Johannes Golla nur ein Feldspieler, der nennenswerte Erfahrungen in der Meisterklasse gesammelt hat. Das zur Einschätzung der individuellen Klasse der Deutschen – die im Angriff immer wieder Julius Kühn in Szene setzten, während aus dem rechten Rückraum erst einmal nichts kam.

          Wie nachteilig es sein kann, kaum auf höchstem Niveau gespielt zu haben, war an Sebastian Firnhaber zu sehen. Neben Golla soll er die Abwehr zusammenhalten – doch Mitte der ersten Halbzeit hatte der Erlanger mangels Cleverness schon zwei Zeitstrafen gesammelt. Die ganze deutsche Abwehr rückte meist nicht den entscheidenden Schritt heraus, verteidigte gerade gegen Mate Lekai zu passiv und lag in der 17. Minute 6:10 zurück. Gislason musste reagieren, nahm Firnhaber raus, brachte Fabian Böhm neben Golla in die Abwehrmitte, und es wurde etwas besser.

          Schwer war es zu Beginn für Andreas Wolff in seinem ersten Turnierspiel; er fasste kaum etwas an, was auch an der freien Bahn lag, die die deutsche Defensive den Ungarn ließ. Das galt auch für den Kreis, wobei Wucht und Kraft Bence Banhidis eigentlich doch bekannt sein müssten. Erst als Johannes Bitter das deutsche Gehäuse ausfüllte, wurde es besser. Er hielt, und Deutschland war im Spiel: aus einem bös aussehenden 10:15 in der 26. Minute wurde dank Bitters Paraden und guter Szenen Böhms und Philipp Webers im Angriff ein 14:15 zur Pause.

          Es blieb ein zäher Kampf mit Vorteilen für Ungarn. Sie setzten immer wieder auf die Achse Lekai-Banhidi, und das fruchtete auch. Bis zum 22:22 in der 44. Minute durch den eingewechselten Kapitän Uwe Gensheimer blieben die Deutschen mit viel Einsatz dran, scheiterten aber auch ein paar Mal am ungarischen Torwart Roland Mikler, während auf der Gegenseite Bitter nun doch nachließ. Mit einem vorn wie hinten körperlich präsenten Paul Drux ging es in die letzten zehn Minuten. Webers 25:24 in der 51. Minute bedeutete mal wieder eine DHB-Führung. Doch die Deutschen bekamen den Kreis nicht in den Griff und verloren.

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