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30:21 gegen Rumänien : Deutsche Handballer sind schon in WM-Form

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Mit Auge: Kreisläufer Patrick Wiencek erzielt ein Tor für Deutschland im Spiel gegen Rumänien Bild: dpa

Eine Woche vor dem Start der Handball-WM zeigt die deutsche Auswahl im Testspiel gegen Rumänien eine souveräne Vorstellung. Beim 30:21 ist vor allem auf einen Spieler Verlass. Leichte Probleme gibt es indes in einem anderen Bereich.

          Angeführt vom überragenden Torhüter Silvio Heinevetter sind Deutschlands Handballer souverän in die heiße Phase der WM-Vorbereitung gestartet. Der Europameister setzte sich im ersten Testspiel vor dem Turnier in Frankreich klar mit 30:21 (17:9) gegen Rumänien durch. Vor 7349 Zuschauern im ausverkauften Krefelder Königspalast war Rechtsaußen Patrick Groetzki mit sechs Toren am Dienstagabend am treffsichersten. Mit zahlreichen Paraden hatte der starke Heinevetter die DHB-Auswahl gerade in der Anfangsphase vor einem höheren Rückstand bewahrt.

          Der DHB-Auswahl bleiben nun noch neun Tage, um die vereinzelten Schwächen im Abwehrverbund abzubauen. Am 13. Januar startet das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson gegen Ungarn in die Weltmeisterschaft. Seine Mannschaft hatte die Partie unsicher begonnen, konnte sich jedoch von der ersten Minute an auf ihren Torhüter verlassen. Heinevetter war vor dem Anwurf für sein 150. Länderspiel im DHB-Dress ausgezeichnet worden und ist der mit Abstand dienstälteste Akteur im WM-Kader.

          Einige Orientierungsprobleme

          Nach einigen Orientierungsproblemen im neu formierten Rückraum schaltete dann aber auch die Offensive des deutschen Teams in den WM-Modus. Auch ohne den an der Wade verletzten Rechtsaußen Tobias Reichmann zeigte sich der Europameister extrem treffsicher. Nach ersten Anlaufschwierigkeiten sorgte ein Doppelschlag von Kapitän Uwe Gensheimer nach 13 Minuten erstmals für eine klare Führung von 8:5. In der Folge baute Sigurdssons Team den Abstand konstant aus und ging mit einem Acht-Tore-Vorsprung in die Pause.

          Verlass war neben Gensheimer auch auf die anderen Außenspieler Groetzi und Rune Dahmke. Neben der abschlussstarken Offensive war es erstaunlich, wie sich das abermals von zahlreichen Ausfällen geplagte Team bereits im neuen Spielsystem von Bundestrainer Sigurdsson zurechtfand. Ohne zahlreiche Stammkräfte, die aus Verletzungs- oder Belastungsgründen für die WM abgesagt hatten, arbeitet der Isländer derzeit an einer neuen Erfolgsstrategie für das Turnier in Frankreich.

          Auch der im Vergleich zur erfolgreichen EM vor einem Jahr komplett umformierte Rückraum präsentierte sich über weite Strecken stark. Gegen die weitestgehend harmlosen Gäste hatte Deutschlands Abwehrverbund nur im zweiten Durchgang leichte Probleme, als die Rumänen einige Konter erfolgreich ausführten. Ernsthafte Chancen auf den Sieg besaßen sie aber zu keiner Zeit.

          Der Test gegen die Osteuropäer war der Auftakt in die heiße Phase der WM-Vorbereitung. Sigurdsson wird mit seinen Spielern nun in der Sportschule Kamen-Kaiserau weiter an seiner Taktik für die WM tüfteln, am kommenden Montag folgt in Kassel die Generalprobe gegen Österreich.

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