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Handball : WM-Generalprobe: Drei Spiele - Drei Niederlagen

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Die Nationalmannschaft hat die Generalprobe für die WM nicht bestanden. „Lernen, lernen, lernen“, verordnete Bundestrainer Heiner Brand.

          Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat den letzten Test für die Weltmeisterschaft nicht bestanden. Beim Vier-Länder- Turnier in Schweden gelang dem Olympia-Fünften mit dem 22:25 (12:16) am Sonntag in Malmö gegen Frankreich und der dritten Niederlage im dritten Spiel auch kein versöhnlicher Abschluss.

          Zuvor hatte die neu formierte Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) gegen Welt- und Europameister Schweden knapp mit 21:23 verloren und gegen Dänemark eine schmerzliche 19:26-Schlappe erlitten. „Lernen, lernen, lernen“, verordnete Bundestrainer Heiner Brand seinen Spielern in den verbleibenden Tagen bis zum WM-Auftakt am 23. Januar in Besancon gegen die USA.

          Mangel an Alternativen

          Ein fünfter Platz wie bei der WM vor zwei Jahren in Ägypten scheint derzeit unerreichbar. „Da müssen wir nicht in Panik machen. Wir wissen, dass es für uns eine sehr schwierige Veranstaltung wird. Im Grunde genommen können wir nur positiv überraschen“, sagte Brand.

          Einige Eindrücke lassen ihn trotz aller Defizite aber auch hoffnungsvoll nach Frankreich schauen. „Das Spiel gegen Schweden lässt schon positive Gedankengänge zu“, urteilte der 48-Jährige, „da haben wir auch in der Abwehr gut gestanden.“ Mangels Alternativen werden die 16 Spieler des Schweden-Kaders auch zur WM fahren.

          „Ohne Begeisterung, ohne Spaß“

          Im Spiel gegen Frankreich wollte Brand weitgehend auf Experimente verzichten. Wegen einer Leistenzerrung musste er aber mit Jörg Kunze (Großwallstadt) den besten Torschützen ersetzen. Das Handicap machte sich erneut in der Trefferquote bemerkbar. Zwar boten der Magdeburger Torwart Henning Fritz und Kapitän Frank von Behren (Minden/7/2) als bester Werfer eine gute Vorstellung. Doch insgesamt war das auch gegen den Ex-Weltmeister zu wenig, auch wenn sich die Mannschaft weit besser als gegen Dänemark präsentierte.

          Für Frankreich traf der in der Bundesliga beim SC Magdeburg spielende Joel Abati (7/1) am häufigsten.
          Dass am Ende nur der vierte Rang heraussprang, lag Brands Devise: Das Turnier als Test. „Das habe ich bewusst gemacht. Ich muss wissen, auf wen ich mich welcher Situation verlassen kann“, begründete er. Vor allem die unerwartet hohe Niederlage gegen die Dänen zeigte deutlich die Mängel in der Abstimmung auf. Sein Team habe zudem „ohne Begeisterung, ohne Spaß an der Sache“ gespielt.

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