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Handball-WM : Frühschicht um Platz sieben

  • Aktualisiert am

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft muss nach einem 29:33 gegen Russland am Sonntag um halb zehn Uhr morgens im Spiel um Rang sieben gegen die Ukraine antreten.

          Die deutschen Handballer müssen am Sonntag zum Abschluss der Weltmeisterschaft in Paris bereits um 9.30 Uhr um den siebten Platz gegen die Ukraine antreten.

          Am Samstag verlor die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) mit 29:33 (16:17) ihr erstes Platzierungsspiel gegen Olympiasieger Russland. Vor rund 6000 Zuschauern im Palais Omnisports war Markus Baur (Wetzlar/8/4) bester Torschütze im Team von Bundestrainer Heiner Brand, das vor zwei Jahren WM-Fünfter geworden war. Die Russen treffen am Sonntag (12.00 Uhr) im Spiel um Rang fünf auf Spanien. Der Olympia-Dritte hatte die Ukraine knapp mit 24:23 (14:7) bezwungen.

          Ehrenvoller Abtritt

          „Wir wollen ehrenvoll hier abtreten. Das haben wir auch heute gezeigt, auch wenn es am Ende nicht gereicht hat. Zumal jetzt auch noch die personelle Situation dazu kommt“, befand der Bundestrainer. Das lange und Kraft zehrende Turnier mit dem achten Spiel innerhalb von zwölf Tagen hat auch bei der deutschen Mannschaft Spuren hinterlassen.

          Nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Ersatzspieler Mirko Bernau (Dormagen) und Jan-Olaf Immel (Wallau- Massenheim) mussten am Samstag Torhüter Henning Fritz (Magdeburg) und Thomas Knorr (Flensburg-Handewitt) wegen Zerrungen passen. Doch ihr Fehlen machte sich anfangs weit weniger bemerkbar als befürchtet.

          Bis zum 18:18 mitgehalten

          Gegen die Russen war Deutschlands „Handballer des Jahres“, Markus Baur (Wetzlar), bis zur Pause sieben Mal erfolgreich. Er erzielte mit einem verwandelten Siebenmeter die letzte Führung (7:6/11.). Auch ein 10:13-Rückstand (21.) brachte das Brand-Team nicht aus dem Rhythmus. Mit sehenswerten Angriffskombinationen spielte die DHB-Auswahl die Russen aus und schaffte beim 13:13 (26.) wieder den Ausgleich.

          „Von der Angriffsleistung haben wir sehr gut mitgehalten. Obwohl wir anfangs Probleme in der Abwehr hatten, haben wir das Spiel lange offen halten können“, meinte Brand. So glich sein Team den 16:17-Halbzeitstand beim 18:18 (33.) zwar aus, konnte aber selbst nicht in Führung gehen. Die Russen hingegen setzten sich Mitte des zweiten Durchgangs beim 25:22 erneut mit drei Treffern ab. Die deutschen Handballer erspielten sich auch danach noch genügend Chancen, um die Begegnung zu gewinnen. Doch wie schon in anderen Partien zuvor fehlte ihnen die notwendige Konzentration beim Abschluss, um die Russen noch zu gefährden. Zudem musste Jörg Kunze (Großwallstadt) nach 45 Minuten verletzt vom Parkett und konnte nicht wieder eingesetzt werden.

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