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Handball-WM : DHB-Team im Viertelfinale gegen Frankreich

  • Aktualisiert am

Matchwinner: Frank von Behren gegen Tunesien Bild:

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft in Frankreich das Viertelfinale erreicht. Die Auswahl von Bundestrainer Heiner Brand besiegte am Mittwochabend in Albertville Tunesien mit 26:24 (15:11).

          Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat im „Spiel der Nerven“ kühlen Kopf bewahrt und darf sich bei der WM in Frankreich auf das Viertelfinal-Duell am Donnerstag (17.00 Uhr/live im DSF) gegen den Gastgeber freuen.

          Das neuformierte Team von Bundestrainer Heiner Brand besiegte in der Runde der letzten 16 in Albertville den Olympia-Zehnten Tunesien nach einer am Ende unnötigen Zitterpartie 26:24 (15:11) und steht gegen den Ex-Weltmeister vor einer nicht unlösbaren Aufgabe. Die Equipe Tricolore setzte sich im Achtelfinale trotz einer schwachen Leistung mit 23:18 (10:10) gegen den EM-Siebten Portugal durch.

          „Gegen die Franzosen wird es ein ganz anderes Spiel. Wir rechnen uns gute Chancen aus, weil wir in der Vergangenheit mit den Franzosen gut zurecht gekommen sind. Mit dem Einzug ins Viertelfinale haben wir das erreicht, was wir uns bei dieser WM vorgenommen haben“, sagte Brand.

          Sonderlob für Torhüter Ramota

          Im zweiten Länderspielvergleich mit den Tunesiern waren vor 5. 700 Zuschauern in der „Halle Olympique“ in Albertville der „Handballer des Jahres“ Markus Baur (5/4), Rechtsaußen Florian Kehrmann, Christian Schwarzer und Frank von Behren mit jeweils vier Treffern die erfolgreichsten Werfer für den WM-Fünften von 1999. Ein besonderes Lob verdiente sich der in der 24. Minute eingewechselte Torhüter Christian Ramota mit einem halben Dutzend Paraden und zwei abgewehrten Siebenmetern.

          Die deutsche Sieben startete konzentriert und legte schnell den Respekt vor den wieselflinken Nordafrikanern ab. Gestützt auf eine stabile Deckung mit dem Mittelblock Mark Dragunski/Steffen Stiebler und einem zunächst gut aufgelegten Torhüter Chrischa Hannawald erarbeitete sich die deutsche Mannschaft schnell einen Vorsprung (5:1/9. Minute) und ließ sich auch von einer Steigerung der Tunesier nicht verunsichern. Vor allem die Torjäger Ben Amor und Sobhi Soiud kamen dank einer guten Kollektivarbeit der deutschen Defensive nicht wie gewohnt zum Zug.

          Kretzschmar angeschlagen, von Behren der Mactchwinner

          Nach der Pause bestimmte die DHB-Auswahl die Szenerie, baute den Vorsprung mit einer konzentrierten, soliden Leistung über 17: 11, 19:14 auf 24:18 aus, geriet aber plötzlich beim 22:24 in der 57. Minute unnötig in Bedrängnis. Doch Frank von Behren machte mit einer Einzelleistung in der 59. Minute alles klar.

          In der 33. Minute war Linksaußen Stefan Kretzschmar mit einer Knöchelverletzung ausgeschieden, konnte dann aber auf das Parkett zurückkehren. „Notnagel“ Thomas Knorr, der für den verletzten Wallauer Jan-Olaf Immel kurzfristig eingeflogen worden war, erzielte auf der ungewohnten Linksaußen-Position drei Tore.

          Taktische Disziplin des jungen Teams

          Der EM-Neunte erfüllte die Forderungen von Brand, der in taktischer Hinsicht äußerste Disziplin von seinen „jungen Wilden“ verlangt hatte. „Das wichtigste war, dass wir die spielerische Linie nie verloren haben, so wie bei unserer Niederlage gegen Spanien“, sagte der 48-jährige Gummersbacher. Dem Duell mit Frankreich um seinen überragenden Spielmacher Jackson Richardson, der vor der Saison den TV Großwallstadt Richtung Spanien verlassen hatte, blickt die deutsche Mannschaft gelassen entgegen. „Es kann uns doch recht sein, gegen den Gastgeber zu spielen. Die stehen unter Druck, wir nicht“, erklärte Kapitän Frank von Behren.

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