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Handball-WM : „Bombenstart“ für DHB-Team

  • Aktualisiert am

Heiner Brand: „Sieg gegen USA kein Maßstab” Bild: dpa

Trotz Bombendrohung bei der WM in Frankreich: Die deutsche Auswahl gewann das Auftaktspiel gegen das Handball-Entwicklungsland USA mit 40:12 (19:6). Bundestrainer Heiner Brand hätte sich gerne einen stärkeren Gegner gewünscht.

          Die deutschen Handballer sind mit dem erwarteten Sieg in die Weltmeisterschaft gestartet und haben damit Selbstvertrauen für die kommenden vier Gruppenspiele getankt. Das Team von Bundestrainer Heiner Brand bezwang am Dienstag in Besancon die USA deutlich mit 40:12 (19:6).

          Vor rund 2.200 Zuschauern im Palais des Sports hatte der Olympia-Fünfte wenig Mühe, den harmlosen Außenseiter sicher zu beherrschen. Beste Werfer in der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) waren Christian Rose (Wallau-Massenheim) und Florian Kehrmann (Lemgo) mit je sechs Toren. Das Team der USA verlor Ahmed Salam durch eine Rote Karte (37.) nach grobem Foulspiel an Christian Schwarzer (Barcelona). Für den Gegner, ein handballerisches Entwicklungsland, traf Robert Dunn fünf Mal.

          „So ein Spiel ist für eine WM nicht gerade das Tolle. Es war ein relativ einseitiges Spiel. Auch an dem Ergebnis gab es nie einen Zweifel. Für uns wäre es besser gewesen, einen stärkeren Gegner zu haben“, meinte Brand. Am Mittwoch (20.30 Uhr) trifft die deutsche Mannschaft an gleicher Stelle auf Südkorea. In der Auftakt-Partie der Vorrundengruppe C gewann Kroatien glanzlos gegen WM-Neuling Grönland mit 25:15 (12:6).

          Ohne Videomaterial, aber mit der stärksten Formation

          Brand wusste vor der neunten Begegnung mit den USA (sieben Siege, ein Unentschieden) wenig über den Kontrahenten, weil sich kein aktuelles Videomaterial auftreiben ließ. „Es ist kein angenehmes Gefühl, wenn man so wenig weiß“, sagte der Bundestrainer. Deswegen vertraute er gleich zu Beginn seiner vermeintlich stärksten Formation, um mit spielerischer Sicherheit den Wissensdefiziten zu begegnen. Diese rechtfertigte sein Vertrauen und ließ den ideenlos agierenden Amerikanern keine Chance.

          Von 8:4 (16.) zog das DHB-Team auf 17:5 (27.) davon und profitierte dabei von den zahlreichen technischen Fehlern des Gegners. Im zweiten Abschnitt nutzte die deutsche Mannschaft ihre Freiheiten zu sehenswerten Spielzügen, zahlreichen Kontern und Toren vom Fließband. 15 Minuten vor Schluss führte sie 30:10, ohne danach das Tempo aus dem Spiel zu nehmen.

          Kroatien mit Mühe gegen den Exoten, der aus der Kälte kam

          Im ersten Spiel hatte Kroatien mit dem WM-Neuling Grönland weit mehr Mühe als es der am Ende deutliche 25:15-Erfolg aussagt. Nachdem der Olympiasieger von 1996 zwischenzeitlich schon mit 12:4 (24.) geführt hatte, kämpfte sich der Außenseiter nach der Pause überraschend bis auf 10:12 (37.) heran.

          „Des war a Schmäh“, meinte Grönlands Rückraumspieler Hans Peter Motzfeld, der seit sechs Jahren in Bregenz spielt. Wie seine Teamkollegen feierte er die WM-Premiere trotz der Niederlage wie einen Sieg. „Wir sind immer Sieger, wenn wir vom Feld gehen. Egal, was auf der Anzeigetafel steht. Wir können nur gewinnen, denn wir sind zum Lernen hier“, erklärte der 25-Jährige.

          Bombendrohung im Palais des Sports

          Begonnen hatte der Spieltag im Palais des Sports mit einer Bombensuche. Aus Angst vor Anschlägen gegen das spanische Team wurden eine Stunde vor Beginn der Auftakt-Partie alle Besucher und Medienvertreter von Sicherheitskräften aus der Halle gebeten. Die Suche mit Spürhunden blieb glücklicherweise erfolglos.

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