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Handball : Deutscher Sieg nach Strafarbeit

  • Aktualisiert am

Auch Spiel um Platz elf war zum Aufregen für Bundestrainer Heiner Brand Bild: dapd

Die deutsche Mannschaft hat sich selbst gemaßregelt für ihre schlechte WM-Leistung: Im Spiel um Platz elf gegen Argentinien bürdet sie sich zwei Verlängerungen auf. Immerhin gewinnt Deutschland am Ende mit 40:35.

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          Die deutschen Handballspieler haben nur mit Glück eine Peinlichkeit verhindert und sich mit einem schmeichelhaften Sieg gegen Argentinien und Platz elf von der WM in Schweden verabschiedet. Im Platzierungsspiel gewann die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Donnerstag in Kristianstad gegen den Panamerika-Meister nach zwei Verlängerungen mit 40:35 (31:31, 27:27, 13:12). Mit dem elften Rang hat die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand die schlechteste WM-Platzierung einer deutschen Mannschaft seit 73 Jahren besiegelt.

          Die direkte Qualifikation für ein Olympia- Ausscheidungsturnier hatte das Team zuvor bereits verspielt. Beste deutsche Werfer vor rund 1000 Zuschauern waren Uwe Gensheimer (9/1) und Holger Glandorf (9). Michael Haaß (60. Minute) und Oliver Roggisch (72.) sowie Leonardo Querin (73.) sahen jeweils nach drei Zeitstrafen Rot. Insgesamt spielte die deutsche Mannschaft 28 Minuten in Unterzahl. Erst nach seiner Rückkehr will Brand über seine Zukunft als Bundestrainer entscheiden. „Die Partie hat nichts mit meiner Zukunft zu tun“, sagte Brand dem Fernsehsender Sport1. Zu Hause will er sich Gedanken machen und „die Situation mit meiner Frau durchsprechen und natürlich dann mit dem Präsidenten und Vizepräsidenten. Dann werden wir sehen, was dabei rauskommt“, meinte der Gummersbacher.

          Zerfahrene Partie

          Er werde zu gegebener Zeit die Öffentlichkeit informieren. In ihrem letzten Turnierspiel war den deutschen Spielern anzumerken, dass sie sich nicht mit einer weiteren Pleite von der WM verabschieden wollten. Allerdings mussten sie dabei auf ihren bisher besten Rechtsaußen Christian Sprenger verzichten. Der Kieler wurde wegen einer Verhärtung im Oberschenkel nicht eingesetzt. Der Einstand in die Partie gegen Argentinien misslang. Erst nach dem 3:4 (9.) kam sie besser mit der engagierten Spielweise des Panamerika-Meisters zurecht. Drei Treffer in Serie brachten eine 6:4- Führung (12.), die die DHB-Auswahl anschließend bis auf 10:5 (20.) ausbaute. Immer wieder spornte Torhüter Johannes Bitter, der gemeinsam mit seinem Partner Silvio Heinevetter durchgängig WM-reife Leistungen geboten hatte, seine Vorderleute in der Deckung an.

          Gut, dass die WM vorbei ist: Michael Kraus nach dem Argentinien-Spiel
          Gut, dass die WM vorbei ist: Michael Kraus nach dem Argentinien-Spiel : Bild: dpa

          Er forderte mehr Aggressivität und Einsatz. Trotzdem häuften sich wie in den Spielen zuvor wieder die Unkonzentriertheiten und Aussetzer. Binnen fünf Minuten und zwei Zeitstrafen war der Vorsprung bis auf 11:10 (25.) geschrumpft. Heiner Brand, der nach dem Willen der deutschen Verbandsführung als Bundestrainer weiter machen und seinen bis 30. Juni 2013 datierten Vertrag sogar verlängern soll, reagierte mit einer Auszeit. Anschließend setzte sich das Team um Kapitän Pascal Hens auf 13:10 (28.) ab, vergab aber bis zum 13:12-Pausenstand den Vorteil von drei Toren wieder. Durch ungeschicktes Abwehrverhalten handelten sich die deutschen Spieler zahlreiche Zeitstrafen ein, standen mehrmals nur zu viert auf dem Platz und kassierten mit nur drei Spielern auf dem Parkett den 17:17-Ausgleich (40.). In der zerfahrenen Partie vergab die DHB- Auswahl einmal mehr beste Torchancen und musste sich durch die Verlängerungen zittern.

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