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Handball : Schwenker will HBL-Präsident werden

  • Aktualisiert am

Der Kandidat: Uwe Schwenker will Liga-Präsident werden Bild: dpa

Uwe Schwenker will im deutschen Handball wieder ein großes Rad drehen: Der frühere Manager des THW Kiel stellt sich für den Vorsitz der Handball-Bundesliga zur Wahl.

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          Uwe Schwenker kandidiert für den Posten des Präsidenten der Handball-Bundesliga (HBL). Das sagte der ehemalige Manager des Rekordmeisters THW Kiel am Mittwoch.

          „Nach mehreren Gesprächsrunden mit Vertretern von Erst- und Zweitligisten habe ich diese Entscheidung getroffen“, erklärte Schwenker. Bei der HBL-Mitgliederversammlung am 3. Juli in Düsseldorf wird der Nachfolger von Rainer Witte gewählt. Der seit 2008 als HBL-Chef amtierende Rechtsanwalt aus Langwedel tritt nicht erneut an.

          „Das war für mich eine Voraussetzung. Ich bin seit Jahren mit Reiner Witte befreundet. Gegen ihn hätte ich nicht kandidiert“, sagte Schwenker. Im Falle seiner Wahl will Schwenker „gemeinsam mit dem Deutschen Handball-Bund“ auch die Nationalmannschaft aus der Talsohle führen.

          Schwenker ist einer der Architekten des THW Kiel. 1992 hatte der 55-Jährige die Geschäftsführung beim THW Kiel übernommen. Er verpflichtete Trainer wie Noka Serdarusic und Alfred Gislason. Unter seiner Ägide holten die „Zebras“ zwölf ihrer mittlerweile 19 Deutsche Meisterschaften, gewannen sechsmal den deutschen Pokal, dreimal den EHF-Pokal und einmal die Champions League.

          Vor dem Gerichtsverfahren wegen angeblicher Schiedsrichterbestechung im Finale der Champions League 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt, das mit einem Freispruch geendet hatte, war für Schwenker 2009 Schluss beim THW gewesen. Zuletzt hatte er den Zweitligisten Empor Rostock beraten. Diese Tätigkeit hatte Schwenker jedoch zum 30. Juni beendet. Ein Engagement als Geschäftsführer beim HSV Hamburg, dem aufgrund der bislang nicht erteilten Lizenz für die Spielzeit 2014/15 der Absturz in die Drittklassigkeit droht, war nicht zustande gekommen.

          „Ich habe aus verschiedenen Gründen abgesagt“, hatte Schwenker, der vom ehemaligen HSV-Mäzen Andreas Rudolph kontaktiert worden war, im Februar gesagt und damals angefügt: „Ich schließe eine Rückkehr in den Handball nicht aus, aber dann müssen die Rahmenbedingungen passen.“ Das scheint jetzt der Fall zu sein.

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