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Handball : Lemgo auf dem Weg ins EHF-Pokal-Finale

  • Aktualisiert am

Volker Zerbe: der Titel ist zum Greifen nahe Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Der TBV Lemgo steht nach einem 29:27-Sieg im Halbfinal-Hinspiel in Gummersbach vor dem Einzug in die Endspiele um den EHF-Pokal. In der Handball-Bundesliga gibt es Streit um ein „Phantomtor“.

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          Volker Zerbe, früherer Handball-Nationalspieler, kann zum Abschluß seiner Karriere weiter vom zweiten internationalen Vereinstitel träumen. Dank einer starken Abwehrleistung war der Kapitän des TBV Lemgo ein Garant für den 29:27-Hinspielsieg im EHF-Pokal-Halbfinale beim Ligakonkurrenten VfL Gummersbach. Dagegen droht der HSG Nordhorn im Europacup der Pokalsieger das Aus in der Vorschlußrunde. Der Bundesligasechste verlor das Hinspiel beim russischen Serienmeister Medwedi Tschechow Moskau 30:36.

          Der Lemgoer Trainer Volker Mudrow wollte nach dem Erfolg gegen den VfL Gummersbach zwar noch nicht von einer Vorentscheidung sprechen, lobte jedoch die Leistung seiner Verteidigung: "Wir haben in der zweiten Halbzeit nur elf Tore zugelassen, vier Gegenstöße gelaufen und keinen mehr kassiert. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Da muss man besonders unserem Mittelblock mit Filip Jicha und Volker Zerbe ein Kompliment machen", sagte der Coach.

          „Phantomtreffer“ in der Bundesliga

          Sein Gummersbacher Kollege Velimir Kljaic versuchte seinem Team Mut zu machen: "Zwei Tore können im Europacup viel sein oder auch nichts. Wir können jetzt in Lemgo nur gewinnen, und die Mannschaft kann frei aufspielen." Lemgos letzter internationaler Titel liegt derweil zehn Jahre zurück. 1996 gewannen die Ostwestfalen den Pokalsieger-Wettbewerb - angeführt von Kapitän Zerbe.

          Die HSG Nordhorn geht derweil mit einer schweren Hypothek von sechs Treffern ins Rückspiel gegen Moskau. "Das wird verdammt schwer. Aber ich glaube, wir haben noch eine Chance", sagte Trainer Ola Lindgren. Torhüter Peter Gentzel gab bereits die Marschroute für die Revanche in einer Woche aus: "Wir müssen uns in der Abwehr erheblich steigern und sehen, daß wir mehr Gegenstöße bekommen."

          In der Bundesliga sorgte derweil ein "Phantomtreffer" für Wirbel. Im Spiel der SG Kronau/Östringen gegen die HSG Düsseldorf (26:25) erzielte der Düsseldorfer Frank Berblinger beim Stand von 8:10 (25.) eigentlich den Anschlußtreffer. Auf der Anzeigetafel soll jedoch das Ergebnis 11:8 erschienen sein. Dieses hätten die Schiedsrichter dann fälschlicherweise auf 11:9 statt auf 10:9 korrigiert und somit den Badenern einen Treffer zu viel zugesprochen. Gegen die Spielwertung legten die Düsseldorfer Protest ein.

          Auf einen Einspruch verzichtete der TuS N-Lübbecke nach der 31:32-Niederlage gegen den SC Magdeburg. Dabei gab es auch in dieser Partie eine strittige Entscheidung. In der Schlußsekunde wuchtete Daniel Kubes einen Freiwurf ins Magdeburger Tor. Doch das Schiedsrichtergespann versagte dem Treffer die Anerkennung, da der Ball erst nach Ablauf der Spielzeit die Torlinie überschritten habe.

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