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Handball : Europäischer Triumph für Magdeburg und Kiel

  • Aktualisiert am

Tochter Lucy durfte mitfeiern: Stefan Kretzschmar Bild: AP

Als erster deutscher Handball-Klub hat Magdeburg die Champions League Titel gewonnen. Kiel siegte im EHF-Cup-Finale.

          Der historische Erfolg mit dem Gewinn der Champions League hat den deutschen Handball-Meister SC Magdeburg in einen Feiertaumel gestürzt und den Wunsch auf den nächsten Coup geweckt.

          „Wir sind jetzt die beste Mannschaft Europas. Ich bin stolz auf die Mannschaft und stolz darauf, dazu zu gehören“, sagte Trainer Alfred Gislason nach dem 30:25 (15:10)-Erfolg am Samstag im Final-Rückspiel gegen Fotex Veszprem.

          „Wir feiern heute, morgen und übermorgen“

          Sein Landsmann Olafur Stefansson, der mit sieben Treffern wie schon bei der 21:23- Niederlage im Hinspiel bester Torschütze war, kündigte an: „Wir feiern heute, morgen und übermorgen und werden irgendwo auf der Straße liegen. Wenn uns jemand findet, bitte nach Hause bringen. Alfred natürlich auch.“

          Meister-Macher: Alfred Gislason

          „Die Club-Weltmeisterschaft wollen wir auch noch mitnehmen“, verkündete Manager Bernd-Uwe Hildebrandt: „Deswegen fliegen wir nach Doha“. Nach dem erstmaligen Triumph eines Bundesligisten in der „Meisterklasse“ peilen die Magdeburger binnen Jahresfrist das bislang einmalige Triple aus Vereins-Europameisterschaft, Champions League und WM an. Beim Turnier der Kontinents-Meister im Scheichtum Katar trifft Magdeburg vom 3. bis 9. Juni auf Zamalek Kairo (Ägypten), Al Salmiya (Kuwait) und Metodista Sao Paulo (Brasilien) sowie Gastgeber Al Saad.

          Torhüter Fritz sichert Cup-Erfolg

          Auch der THW Kiel, der sechs Mal vergeblich versucht hatte, die Champions League zu gewimmen, ist endlich am Ziel: Im Hexenkessel von Barcelona haben die Handball-„Zebras“ endlich einmal die Nerven behalten und zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte den EHF-Cup gewonnen.

          Acht Tage nach dem 36:29-Erfolg im Final-Hinspiel in der Ostseehalle verloren die Kieler das Rückspiel gegen die erfolgreichste Handball-Mannschaft der Welt am Sonntag zwar mit 24:28 (8:14), doch im Duell mit dem Angstgegner waren sie nach einer starken Vorstellung in der zweiten Halbzeit dank ihres überragenden Torhüters Henning Fritz erstmals Gesamtsieger.

          Immer wieder Kiel gegen Barca

          „Wir sind im Stil einer großen Mannschaft wiedergekommen. Das wird eine lange Nacht“, sagte Manager Uwe Schwenker. Vor 7.000 Zuschauern im Palau Blaugrana brannten die Katalanen zunächst ein wahres Feuerwerk ab, ehe die Schleswig-Holsteiner doch noch die Wende schafften.

          Im vergangenen Jahr hatte „Barca“ den THW im Halbfinale der Champions-League ausgeschaltet. Im Jahr davor war Barcelona im Finale der Königsklasse besser gewesen als die Kieler. In diesem Jahr waren die Kieler in dem Dauer-Duell erstmals mit einem so großen Vorsprung nach Barcelona gereist. Den Sieben-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel konnten die „Königlichen“ schon nach 13 Minuten aufholen. „Wir haben trotzdem keine Panik bekommen“, stellte Stefan Lövgren nach dem Happy End fest. Bester THW-Werfer war Jaohn Pettersom (9/3) gefolgt von Ex-Barcelona-Star Demetrio Lozano (7).

          Flensburg unter Protest im Finale gescheitert

          Dagegen scheiterte die SG Flensburg-Handewitt am Sonntag bei dem Versuch, den Europapokal der Pokalsieger nach der 22:31-Niederlage im Hinspiel gegen den spanischen Vertreter Ciudad Real zu verteidigen. Der Bundesligist gewann zwar vor eigenem Publikum das Rückspiel mit 32:27 (16:14), verpasste aber den Gesamtsieg.

          Wegen der skandalösen Umstände im Hinspiel, als der ausgeschlossene spanische Trainer Veselin Vujovic Flensburger Spieler geschlagen und getreten hatte, trat Flensburg in der Campus-Halle nur unter Protest an.

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