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Start der Handball-EM : Kuriose Frage vom Bundestrainer bei Auszeit

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„Wie heißt du?“: Bundestrainer Christian Prokop will mit einer Frage provozieren. Bild: Picture-Alliance

Den Auftaktsieg bei der Handball-EM haken die Deutschen schnell ab und schauen auf den nächsten Gegner. In Erinnerung bleiben aber zwei kuriose Szenen um einen TV-Moderator – und den Bundestrainer.

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          Den glanzlosen 34:23-Auftaktsieg über die Niederlande hakten die deutschen Handballer schnell ab. Bereits unmittelbar nach dem Abpfiff richteten Bundestrainer Christian Prokop und seine Spieler die Blicke schon auf den nächsten Gegner bei der EM: Titelverteidiger Spanien. Im richtungsweisenden Duell mit dem Europameister geht es an diesem Samstag (18.15 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Handball-EM und in der ARD) sehr wahrscheinlich schon um wichtige Punkte für die nächste Turnierphase. Neben den Spaniern beschäftigten aber auch zwei kuriose Vorfälle die DHB-Auswahl nach ihrem ersten Erfolg bei der Europameisterschaft.

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          Einen Volltreffer hatte es bereits vor dem Spiel gegen die Niederländer gegeben. Rückraumspieler Fabian Böhm warf ZDF-Moderator Yorck Polus, der gerade live auf Sendung war, den Ball mit hoher Geschwindigkeit unabsichtlich an den Kopf. Völlig perplex von dem Treffer taumelte Polus sogar kurzzeitig aus dem Bild, trug aber keine bleibenden Schäden davon. „Im ersten Moment wusste ich nicht, was war. Zum Glück hatte ich Körperspannung, ansonsten...“, sagte Polus der „Bild“. „Fabian Böhm hat sich gleich bei mir entschuldigt. Das war sicher keine Absicht.“

          Eine weitere kuriose Szene ereignete sich während einer Auszeit der deutschen Mannschaft im zweiten Durchgang. Bundestrainer Prokop fiel dabei offenbar nicht der Name seines Rechtsaußen Timo Kastening ein: „Wie heißt du?“, fragte er den 24-Jährigen. Dieser blickte ihn im ersten Moment verdutzt an. Nach der Partie erklärte Prokop, dass er das absichtlich und zum Spaß getan habe, um die Mannschaft aufzurütteln.

          „Ich wollte einfach einen lockeren Spruch machen, ein bisschen Auflockerung reinbringen, so dass die Mannschaft mal reagieren muss“, sagte Prokop. „Sie haben mir den Namen dann gesagt. Aber es ist ja ganz klar, dass das ein Spaß war.“ Kastening nahm es ihm jedenfalls nicht übel. „Ich habe einen spanischen Trainer in meinem Heimatverein, der ab und zu auch schon mal Namen verwechselt oder vertauscht oder vergisst“, scherzte der Profi der TSV Hannover-Burgdorf. „In der Regel kennt Christian meinen Namen.“

          Ähnlich souverän hatte sich Turnier-Neuling Kastening zuvor auf dem Spielfeld gezeigt. Mit vier Treffern in 32 Minuten rechtfertigte er das Vertrauen von Prokop. Immerhin gehörte Kastening vor dem Turnier noch zu den Wackelkandidaten und hatte für einige überraschend den Vorzug gegenüber Nationalmannschafts-Dauerbrenner Patrick Groetzki erhalten. „Es war ein absolut besonderes Gefühl. Darauf habe ich immer hingearbeitet, eine Europameisterschaft spielen zu dürfen“, sagte Kastening, berichtete von einem „Klassetag“ und nahm voller Vorfreude den nächsten Gegner ins Visier.

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          Das deutsche Team benötige gegen Titelverteidiger Spanien „eine Weltklasseleistung, um zu gewinnen. Die haben ein Top-Team mit einem Weltklasse-Torwart.“ Trotz der guten Laune konzentrierten sich die Spieler schnell auf den nächsten Gegner. Vor dem Spanien-Spiel brauche sein Team nun eine schnelle Regeneration und Erholung, sagte Prokop – und es braucht auch eine Leistungssteigerung. „Wir werden jetzt auf eine sehr starke spanische Mannschaft treffen“, sagte Torhüter Andreas Wolff.

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