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Deutschlands EM-Gegner : „Holland is hot“

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Die Frauen machen den Männern es vor: Estavana Polman (rechts) feiert mit Teamkameradinnen den WM-Titel. Bild: EPA

Im Handball war der erste deutsche EM-Gegner Niederlande lange ein unbeschriebenes Blatt. Nach dem WM-Sieg der Frauen wollen nun auch die Männer bei ihrem Debüt auf großer Bühne Fortschritte nachweisen.

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          Wie gut können die Niederländer Handball spielen? Die Männer sind nun wie etwa Lettland erstmals auf einer größeren Bühne dieses Sports dabei – und treffen bei der Europameisterschaft gleich an diesem Donnerstag in Trondheim auf Deutschland (18:15 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Handball-EM und im ZDF).

          Immerhin, Handball ist in den Niederlanden durchaus angesagt – zumindest bei den Frauen. Die sind gerade Weltmeister geworden und dienen den Männern jetzt als eine Art Motivation. „Die Mädels sind sicher eine Inspiration für mich, auch wenn wir natürlich in einer anderen Position sind“, sagte der schon 39 Jahre alte Torwart Gerrie Eijlers vor dem vermutlich ungleichen Nachbarschaftsduell mit den Deutschen im Norden Europas. Sport in den Niederlanden – das ist, man kennt das, vor allem Fußball, Eisschnelllauf, Hockey und zuletzt auch Frauenhandball.

          Der erste WM-Triumph im Dezember war der vorläufige Höhepunkt einer rasanten Entwicklung. „Ich schaue etwas neidisch auf die Frauen, die seit Jahren Weltspitze sind und jetzt sogar Weltmeister wurden. Wir sind noch nicht so weit, setzen jetzt erst unseren ersten Schritt“, sagte Spielgestalter Luc Steins. Achtung aber, das Team des isländischen Trainers Erlingur Richardsson, der seit 2017 im Amt ist und zuvor das Bundesligateam der Füchse Berlin betreute, will sich wehrhaft präsentieren. „Wir gehören nicht zu den Favoriten. Aber ich bin überzeugt, dass wir auch gegen die Spitzenteams etwas erreichen können“, sagte Steins. Im niederländischen Aufgebot stehen immerhin sechs Bundesliga-Legionäre.

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          Die bekanntesten sind Rechtsaußen Bobby Schagen vom TBV Lemgo Lippe und Linksaußen Jeffrey Boomhouwer vom Bergischen HC. Routinier Fabian van Olphen aus Lemgo musste kurzfristig wegen einer Knieverletzung passen. Dennoch ist Richardsson ziemlich zuversichtlich. Sein Team sei bereit, behauptete der Isländer, schönen Handball zu zeigen. „Wir haben es großen Handballländern schon oft schwergemacht“, sagte er. Und überhaupt: „Holland is hot.“

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