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Handball-Bundesliga : Schwenker wird Präsident

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Der neue starke Mann: Uwe Schwenker Bild: dpa

Uwe Schwenker ist zurück auf der großen Handball-Bühne. Der ehemalige Manager des deutschen Rekordmeisters THW Kiel ist neuer Präsident der Handball-Bundesliga HBL. Ein neues Kapitel in seiner schillernden Karriere beginnt.

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          Als Uwe Schwenker am Donnerstag kurz vor 9 Uhr den Raum Aristoteles im Düsseldorfer Hilton Hotel betrat, war bereits klar, dass er der neue Präsident der Handball-Bundesliga wird. Denn als einziger Teilnehmer der zweitägigen Mitgliederversammlung hatte der 55 Jahre alte ehemalige Nationalspieler weder im Ligaverband HBL noch bei einem Verein der 1. oder 2. Bundesliga eine Funktion inne. Zweieinhalb Stunden später dann war es vollbracht: Mit großer Mehrheit von 58 möglichen Stimmen wurde der einst mächtige Manager des deutschen Rekordmeisters THW Kiel zum Nachfolger von Reiner Witte zum Liga-Chef gewählt. Einen zweiten Bewerber um das Amt gab es nicht.

          Mit dem Votum von Düsseldorf beginnt für den Macher Uwe Schwenker eine neue Karriere im Handball. Zuerst ging der gebürtige Bremer als Linksaußen zwölf Jahre lang für den THW Kiel auf Torejagd und bestritt in der Zeit auch 72 Länderspiele. 1984 gewann er mit der Nationalmannschaft Olympia-Silber bei den Spielen in Los Angeles. Direkt im Anschluss an seine sportliche Laufbahn wechselte er 1992 auf den Posten des Geschäftsführers der neu gegründeten THW Kiel Handball-Bundesliga Verwaltungs GmbH.

          Mit Schwenker kam der Erfolg zum THW Kiel. Er verpflichtete den erfolgsbesessenen Trainer Zvonimir „Noka“ Serdarusic. In den 15 Jahren unter dem Duo gewann der THW 15 deutsche Meistertitel. Krönung war das Triple 2007 aus Meisterschaft, DHB-Pokal und Champions-League-Sieg. Dann aber zerbrach aus privaten Gründen die Freundschaft zwischen Schwenker und Serdarusic. In der Folge wurden Vorwürfe erhoben, der THW Kiel hätte Spiele der Champions League durch Schiedsrichterbestechung manipuliert. Knapp ein Jahr nach der Trennung von Serdarusic legte Schwenker deswegen sein Amt als Manager nieder. In einem insgesamt zwei Jahre dauernden Gerichtsverfahren wurde Uwe Schwenker 2013 von den Vorwürfen der Bestechung und der Untreue freigesprochen.

          Nun also startet der einstige Meister-Macher seine neue Karriere. Maßgeblich unterstützt von einer Lobby um den Mindener Manager Horst Bredemeier wurde Uwe Schwenker zum Nachfolger seines Freundes Reiner Witte gewählt, der das Amt seit 2008 innehatte und aus privaten Gründen nicht mehr kandidierte..

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