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Hamburger SV : Beiersdorfer löst Hieronymus als Sportchef ab

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„Das ist eine große Herausforderung für mich“, sagt Dietmar Beiersdorfer, der früher schon Fußballprofi beim HSV war.

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          Neuer Sportchef, alte Sorgen beim Hamburger SV: Genau wie im vergangenen Jahr ist Sergej Barbarez bei den Hansestädtern zur tragischen Figur geworden. Einen Tag vor der Ernennung von Dietmar Beiersdorfer zum Nachfolger von Holger Hieronymus auf dem Manager-Stuhl verletzte sich der Torjäger aus Bosnien schwer.

          Im Testspiel gegen Kevin Keegans Manchester City am Samstag schied Barbarez mit einem Innenbandanriss im Knie bereits nach 26 Minuten aus. Der 31-Jährige wird mindestens sechs Wochen fehlen. „Dies ist natürlich ein echter Schock, den wir alle erst einmal verdauen müssen“, klagte Trainer Kurt Jara.

          Drei-Jahres-Vertrag für Beiersdorfer

          Der Österreicher wird seine Wünsche künftig mit einem neuen Sportchef verhandeln müssen. Der 38-jährige Beiersdorfer wurde am Sonntag vom Aufsichtsrat des Bundesligisten ernannt. „Er soll seine Arbeit sobald wie möglich aufnehmen“, sagte Udo Bandow, der Chef des Kontrollgremiums. „Das ist eine große Herausforderung für mich“, sagte Beiersdorfer, der 1987 mit dem Club Pokalsieger geworden war.

          Der Ex-Kapitän erhält bei den Hanseaten einen Drei-Jahres-Vertrag. Mitte Juni war der Kontrakt mit Hieronymus, der noch auf Kreta Urlaub macht, nicht verlängert worden. Zum Verhängnis waren dem Sportchef die mäßigen Leistungen des HSV geworden.

          Keegan kehrte für kurze Zeit zurück

          Einer der Gründe für das schwache Abschneiden war die Verletzung von Barbarez gewesen, der vor zwölf Monaten im Testspiel gegen Bayern München mit dem Fuß umgeknickt war. Der Torschützenkönig der Saison 2000/2001 fiel wochenlang aus und kam bei seinem Comeback nur schwer wieder auf die Beine.

          Angesichts der neuerlichen Hiobsbotschaft geriet die große Show um Heimkehrer Keegan fast in den Hintergrund. 33.087 Anhänger füllten die AOL-Arena, um die Rückkehr der „Mighty Mouse“ zu feiern. „Ich freue mich, nach Hause zu kommen“, rief der ehemalige HSV-Star und jetzige Teammanager von Manchester City den Fans zu.

          Für den 51-jährigen, der von 1977 bis 1980 für den HSV stürmte, ist die Hansestadt zu einer zweiten Heimat geworden. „In Hamburg hatte ich meine größte Zeit“, gab der Publikumsliebling unumwunden zu.

          Dauerkartenrekord beim HSV

          Den 100. Treffer für den HSV in der eigentlich vielversprechend verlaufenen Saisonvorbereitung schoss der Tscheche Tomas Ujfalusi. Beim Bundesliga-Auftakt am Sonntag gegen Aufsteiger Hannover 96 fällt allerdings der Sturm aus. Denn neben Barbarez ist auch der Argentinier Bernardo Romeo verletzt. Und auch Kapitän Nico-Jan Hoogma (Patellasehne) und Rodolfo Cardoso (Knie) sind noch nicht wieder fit.

          Trotz der Sorgen des Trainers, der nach Platz elf in der Vorsaison nun in vordere Tabellenregionen vordringen muss, ist der Zuspruch der Anhänger ungebrochen. Das einzig noch nie abgestiegene Bundesliga-Gründungsmitglied stellte einen neuen Vereinsrekord auf: Eine Woche vor dem Start sind bereits 23.550 Dauerkarten verkauft.

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