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Hallenfußball : „Keine Überlebenschance“

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Hallenfußball: Hoch die Beine Bild: dpa

Die Bundesliga hat auch beim zweiten DFB-Hallen-Turnier ihr Desinteresse demonstriert. Bayer Leverkusen und Hertha BSC verabschiedeten sich bereits nach der Vorrunde.

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          Auch nach dem zweiten Qualifikationsturnier um den DFB-Hallen-Pokal in Riesa verstummt die Diskussion um den Winterkick in der Halle nicht. Zwar war der Veranstalter mit insgesamt über 16.000 Zuschauern zufrieden, meldete auch das Deutsche Sportfernsehen wieder zufriedenstellende Einschaltquoten (rund eine Million), doch haben die „Großen“ der Liga schlicht kein Interesse mehr.

          Bayer 04 Leverkusen und Hertha BSC schieden bereits nach der Vorrunde aus. „Wenn die Vorbereitung nicht länger wird, hat die Hallen-Serie keine Überlebenschance. Keine der großen Mannschaften ist hier mit Ambitionen angereist“, erklärte Manager Dieter Hoeneß von Hertha BSC Berlin unverblümt. Am Ende taten wenigsten drei Bundesligisten etwas gegen den ramponierten Ruf. Hansa Rostock, Energie Cottbus und der 1. FC Köln verhinderten mit ihrer äußerst glücklich zustande gekommenen Qualifikation für das Masters immerhin, dass Zweit- und Drittligisten die Fahrkarte nach Dortmund lösten. Im Viertelfinale schieden MSV Duisburg, Dresdner SC und Sachsen Leipzig erst nach Neunmeterschießen aus. Das sportliche Fazit blieb so bescheiden wie in Stuttgart: Die Zuschauer bekamen meist wenig Ansehnliches zu sehen, Gerenne und Gekicke dominierten zwischen den Banden. Entschädigung für die dankbare Fußball-Provinz Riesa: Im Finale gab´s das „Ost-Duell“ Rostock gegen Cottbus zu sehen, wobei sich Hansa mit 5:3 durchsetzte.

          Terminprobleme für Rostock und Cottbus

          Dennoch verstummte auch dort die Kritik am Wettbewerb nicht. „Das Turnier ist eine Farce und hat einen unmöglichen Zeitpunkt. Wenn die Vorbereitung so kurz ist, sollte man es ganz sein lassen“, sagte Trainer Eduard Geyer von Energie Cottbus. Denn nun haben Hansa Rostock und Energie Cottbus die Probleme, die Bayer Leverkusen und Hertha BSC geschickt vermieden haben. „Wir fahren am Sonnabend schon ins Trainingslager nach Portugal. Ich habe mit der Masters-Qualifikation gar nicht gerechnet“, gestand Hansa-Trainer Friedhelm Funkel. Er wolle sich nun im Bus eine Lösung einfallen lassen. Energie Cottbus will am Mittwoch ebenfalls ins Trainingslager nach Dubai.Jetzt hilft kein Jammern. Wir haben zugesagt, also werden wir auch teilnehmen“, sagte Energie-Manager Klaus Stabach. Geyer kündigte eine Verlängerung des Trainingslagers in Dubai an. Die Hallenspieler trainieren bis Freitag zu Hause und fliegen dem Rest der Mannschaft nach dem Finale in Dortmund hinterher.

          Letztes Turnier in Hannover

          Für das Finale am Wochenende in der Dortmunder Westfalenhalle stehen nun zehn der 13 Teams fest. Gesetzt sind Gastgeber Borussia Dortmund, Meister Bayern München sowie die Vorjahresfinalisten Borussia Mönchengladbach und Greuther Fürth. In Stuttgart hatten sich beim ersten Turnier bereits die SpVgg Unterhaching, der FSV Mainz und der SSV Reutlingen qualifiziert.

          Am Mittwoch und Donnerstag findet in der Preussag Arena Hannover das dritte und letzte Qualifikationsturnier statt. Die Konstellationen (Schalke 04 und VfL Bochum in einer, Werder Bremen und Hamburger SV in einer anderenGruppe) verspricht zwar spannende Spiele, doch im Vorfeld des Turniers kündigen die Klubs erst einmal das Fernbleiben der Besten an. FC Schalke 04 kommt jedenfalls ohne Mpenza und Möller, ohne Latal und Reck. Aber damit folgt der Herbstmeister ja nur dem Trend.

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