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Hall of Fame : DDR-Radler „Täve“ Schur muss draußen bleiben

Keine Aufnahme in die Ruhmeshalle: Radfahrer Gustav-Adolf Schur Bild: dpa

Schon seine Nominierung wurde kritisiert. Nun fand sich keine Jury-Mehrheit für seine Aufnahme: DDR-Radsportidol Schur kommt nicht in die Hall of Fame des deutschen Sports.

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          Täve Schur, Radsport-Held der DDR, hat es auch im zweiten Anlauf nicht in die Hall of Fame der Stiftung Deutsche Sporthilfe geschafft. Einen dritten Versuch soll es nicht geben. Die Jury mit den Mitgliedern der Ruhmeshalle wählte Heike Drechsler, die zweimalige Olympiasiegerin im Weitsprung, Sven Hannawald, Skisprung-Olympiasieger und Gewinner der Vierschanzentournee, Franz Keller, Olympiasieger in der nordischen Kombination, sowie Lothar Matthäus, den Rekord-Nationalspieler im Fußball und Kapitän der Weltmeister-Mannschaft von 1990.

          Michael Reinsch

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Im Fall von Schurs Aufnahme gaben weniger als 50 Prozent der Juroren eine Stimme ab, wodurch das Quorum verfehlt wurde. Der 86-Jährige hatte Kritik auf sich gezogen, als er auf die Frage, in welchen Bereichen der DDR-Sport kriminell war, antwortete: „Das halte ich für völligen Quatsch. Dagegen müsste man eigentlich vorgehen.“ Er wisse, dass seit den sechziger Jahren Minderjährige gedopt wurden, doch im Westen sei damals „schon ganz anderes gelaufen“; dies gelte es zu erforschen.

          „Der Sport in der DDR war gut, weil er beispielhaft den Aufbau der Gesundheit vorantrieb und dabei auch noch international erfolgreich war“, behauptete Schur. Seine Rolle in der DDR kommentierte er so: „Propaganda, ja, wer macht das nicht? Das machen doch heute alle, auf der ganzen Welt.“

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