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Goodwill Games : Ohne Greene schwache Männer-Sprinter

  • -Aktualisiert am

100-Meter: Sieg für Chambers (re. ) vor Montgomery und Boldon Bild: AP

Bei den Goodwill Games gewann am zweiten Leichtathletik-Tag der Brite Dwain Chambers den 100-m-Titel in relativ mäßigen 10,11 Sekunden.

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          Die Herren Sprinter konnten ihren weiblichen Pendants nicht nicht Paroli bieten: Bei den Goodwill Games gewann am zweiten Leichtathletik-Tag der Brite Dwain Chambers den 100-m-Titel und 20 000 Dollar in relativ mäßigen 10,11 Sekunden vor Tim Montgomery (USA/10,27) und Matt Shirvington (Australien/10,30).

          Olympiasieger und Weltmeister Maurice Greene war zwar im Stadion, wegen seiner immer noch nicht ganz ausgeheilten Verletzung aber nur Zuschauer. Bei diesen Leistungen hätte er möglicherweise sogar mit seinem Zipperlein im Oberschenkel noch gewonnen. Am Abend zuvor hatte Olympiasiegerin Marion Jones (USA) in 10,84 Sekunden bewiesen, dass sie sich zum Ende der Saison noch einmal aufraffen und eine Weltklasseleistung bieten konnte.

          Deutsche Starter enttäuschen

          Der Auftritt der ersten von vier deutschen Startern bei den finanziell so reich ausgestatten Spielen des Medien-Milliardärs Ted Turner wurde am Mittwoch zum Flop. Kugelstoßerin Astrid Kumbernuss (Neubrandenburg) landete mit 18,09 m nur auf Platz vier. Dafür kassierte sie zwar immerhin noch 5 000 Dollar, war aber so enttäuscht, dass sie ohne ein Wort des Kommentars das ANZ-Stadium verließ. Am Donnerstag hat ihre Mannschaftskameradin Franka Dietzsch im Diskuswerfen die Chance, eine besseren Eindruck zu hinterlassen, am Freitag folgen die Speerwerfer Boris Henry (Saarbrücken) und Raymond Hecht (Magdeburg).

          Über 30 000 Zuschauer waren immerhin in das Stadion mit seinen 39 000 Plätzen geströmt, um die "Götter des Sports" zu sehen, wie sie im Programmheft verkauft werden, deutlich mehr, als sonst in Australien jemals zu einer Leichtathletik-Veranstaltung kommen. Und selbst der erste Regen seit Wochen in Brisbane sorgte nur zu Beginn für etwas gedämpfte Stimmung. Die empfindliche Abendkühle schien auch nicht für alle Athleten gleich lästig.

          Weiter keine Weltrekorde

          Ausgerechnet einer der sonst so empfindlichen Hürdensprinter sorgte für die beste Leistung des Abends: Allen Johnson (USA) gewann in hervorragenden 13,16 Sekunden bei leichtem Gegenwind. Über 800 Meter verlor die Österreicherin Steffi Graf das Dauerduell der Saison gegen Maria Mutola (Mozambik) erneut. Weltmeisterin Mutola (1:58,76 Min.) konnte sich bereits ihren dritten Goodwill-Titel sichern, WM-Vize Graf kam in 2:00,93 Min. gerade noch auf Platz drei.

          Von Weltrekorden irgendwelcher Art aber waren die Athleten mindestens genauso weit enfernt wie am Abend zuvor. Damit scheint sich schon nach der Hälfte des Programms zu bewahrheiten, dass gegen Ende der Freiluftsaison und Wochen nach der Weltmeisterschaft bei vielen Athleten einfach die "Luft raus" ist. Es bleibt die Frage, ob sie sich beim Grand Finale am Sonntag in Melbourne noch eher aufraffen können.

          Andere Sportler stehen dagegen gerade am Anfang ihres neuen Sportjahres. Die Eiskunstläufer - eine sonderbare und allein den amerikanischen Einschaltquoten dienende Beigabe zu den Sommerspielen - begannen mit dem Kurzprogramm der Paare und der Herren ihre neue Saison. Über Tag hätten sie sich auf jeden Fall am Strand aalen können - die Temperaturen lagen im Schatten bei über 25 Grad.

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