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Golf Masters : Tiger Woods vor viertem Grand-Slam

  • Aktualisiert am

Auf Knien zum Sieg? Tiger Woods Bild: AP

Tiger Woods und Bernard Langer waren die überragenden Golfprofis des dritten Tages beim US-Masters in Augusta.

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          Eldrick „Tiger“ Woods hat sich auf dem Weg zu einer historischen Großtat auch von Bernhard Langer nicht aufhalten lassen. Dem US-Superstar und Deutschlands bestem Golfspieler gelangen zwar am dritten Tag beim 65. US-Masters in Augusta vorzügliche 68-er Runden.

          Doch während Woods beim ersten diesjährigen Major-Turnier mit 204 Schlägen die Führung übernahm und damit in der Nacht zum Montag als erster Profi den vierten Grand-Slam-Triumph in Serie ansteuerte, konnte sich Langer am Samstag mit einem Rückstand von sechs Schlägen lediglich vom 20. auf den 14. Rang verbessern.

          Langer voller „Stolz“

          Die Hoffnung auf den Gewinn seines dritten „Grünen Jacketts“, das erstmals mit einer siebenstelligen Siegprämie von 1.008.000 Millionen Dollar dotiert ist, hatte dem vor Angriffslust sprühenden Schwaben dennoch keiner nehmen können. „Als ich 1985 erstmals siegte, erschien die Situation vor der Schlussrunde ähnlich aussichtslos“, begründete der durch einen Grippevirus etwas geschwächte Langer seine Zuversicht.

          Langer, der auch am Samstag auf der zweiten Hälfte der Runde mit vier Birdies imponierte, hatte schon vor dem ersten Abschlag allen Grund zur Freude. Als einzigem aus dem Elite-Reigen war ihm zum 18. Mal in Folge der Cut geglückt. Nur Gary Player (1959-1982), Tom Watson (1975-1995) und Gene Littler (1961-1980) zeigten noch größere Konstanz, das erfüllte Langer „mit Stolz“.

          Statistik spricht für Woods

          Es sei noch vieles möglich, räumte sogar Rekord-Masters-Champion Jack Nicklaus dem sich täglich steigernden Langer noch eine kleine Erfolgschancen ein. Das weltweit bedeutendste Turnier stand vor der Nacht zum Montag vor einem Thriller-Finale wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Als Höhepunkt gingen der Weltranglisten-Erste Woods und sein mit einem Schlag hinter ihm liegender Landsmann und Weltranglisten-Zweite Phil Mickelson auf die letzte Runde des Par 72 Kurses. Nun „wird Geschichte geschrieben, und ich bin ein Teil davon“, frohlockte Mickelson.

          Der 30-jährige Linkshänder wollte dabei endlich den Ruf loswerden, bei Major-Turnieren nicht siegen zu können. 34 Mal schon hat er es vergeblich versucht. Nun sagt er: „Ich will diesen Sieg unbedingt.“ Doch nicht nur seine Nervenschwäche in entscheidenden Major-Situationen sprach vor dem Giganten-Duell gegen den 19-maligen PGA-Tour-Gewinner. Fünf Mal triumphierte Woods bislang bei einem Major, wobei er jedes Mal bereits nach 54 Löchern führte. Insgesamt gewann er in seiner Karriere nur bei vier Turnieren nicht, wenn er nach drei Runden vorn lag.

          Allerdings: Bei den zwei letzten „Ausrutschern“ im Februar und November vorigen Jahres bezwang ihn jeweils Mickelson. Woods ließ sich von den Zahlenspielereien und der Aussicht auf eine geschichtsträchtige Leistung nicht verrückt machen. Er denke über all dass nicht nach, meinte der Masters-Champion von 1997 gelassen. Er denke nur darüber nach, wie er seinen Schläger richtig zu schwingen habe. Denn überragend habe er noch nicht gespielt. Und das, obwohl die Anlage ihre gewohnten Tücken mit Wind und knochenharten Grüns bislang vermissen ließ.

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