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Golf : Langer und Woods holen auf

  • Aktualisiert am

Noch immer in Führung: Chris DiMarco Bild: AP

Bernhard Langer hat den Traum vom dritten Triumph beim US-Masters noch nicht aufgegen. Der 43-Jährige schaffte schon zum 18. Mal den Cut: Rekord.

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          Eine „Achterbahnfahrt“ auf dem tückischen Golf- Kurs von Augusta hat Bernhard Langer zum Rekord geführt und lässt ihn ungeachtet der Aufholjagd von Tiger Woods noch vage vom dritten Triumph beim 65. US-Masters träumen.

          Mit sechs Birdies und drei Bogeys durchlebte Deutschlands bester Profi am zweiten Tag des ersten diesjährigen Major-Turniers ein ständiges Auf und Ab der Gefühle, ehe er sich nach einer 69er Runde sicher sein konnte, als einziger des Feldes zum 18. Mal in Folge den Cut geschafft zu haben.

          Der unter einem Grippevirus leidende Schwabe verbesserte sich am Freitag zugleich vom 43. auf den 20. Rang, den er sich mit neun weiteren Spielern teilt. Er rangiert aber vor den abschließenden beiden Runden mit 142 Schlägen noch acht hinter dem weiter überraschend führenden Masters-Debütanten Chris DiMarco sowie sechs hinter dessen US-Landsleuten Tiger Woods und Phil Mickelson.

          Der Rückstand mag groß erscheinen, doch Langer lässt sich dadurch nicht von seinem heimlichen Ansinnen abbringen, zum dritten Mal nach 1985 und 1993 das Grüne Jackett zu gewinnen. „Es ist überhaupt nichts verloren. Ich kann noch alle schlagen, auch den Tiger, denn ich weiß, dass ich zurzeit sehr gutes Golf spiele“, sagte der Anhauser. Der 43-Jährige sprüht in der Tat vor Angriffslust, wie sie bei ihm lange nicht zu erleben war.

          Mit ungewohnt hohem Risiko sucht er den Erfolg. Das erklärt auch seine wechselvolle Ausbeute ab dem achten Loch. Nachdem er bis dahin jedes Loch Par gespielt hatte, ging es anschließend munter los mit Birdies und Bogeys. Den unglücklichsten Bogey kassierte Langer am 13. Loch (Par 5), wo er mit dem zweiten Schlag den Ball in den Graben befördert hatte. Den kuriosesten Birdie verbuchte er am 17. Loch (Par 4). Nach einem misslungenen Abschlag war der Ball auf der angrenzenden 15. Spielbahn gelandet. Mit einem Kunstschlag beförderte er die weiße Kugel jedoch über die Bäume hinweg auf das Grün, wo er mit dem ersten Versuch einlochte. „Das war eine kleine Meisterleistung“, lobte sich Langer selbst.

          Er hofft nun, dass die Bedingungen schwerer werden. Vor allem, dass es windiger wird, dann würden seine Chancen steigen. Die nach Ansicht von Alt-Champion Arnold Palmer seit über zehn Jahren nicht mehr so leicht zu bespielende Anlage sei der Grund, dass sich noch 30 Profis eine Siegchance ausrechnen. Sie liegen nur acht Schläge auseinander. Die ersten elf trennen sogar nur vier.

          Dass DiMarco weiter Rang eins inne hat, ist die große Sensation schlechthin. Als der mit seinem „Psycho-Griff“ beim Putten für Furore sorgende Familienvater den zweiten Tag mit einem Bogey begann, glaubte jeder, dass er wie alle namenlosen Auftakt-Besten weit zurückfallen würde. DiMarco konterte jedoch sofort mit zwei Birdies. „Ich konzentriere mich einzig und allein auf mich. Das macht mich stark. Ich fühle, dass ist meine Woche“, sagte er. „DiMarco spielt großartig. Ich kann vor ihm nur den Hut ziehen“, meinte Topfavorit Tiger Woods.

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