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Golf : Langer beim Masters enttäuschend gestartet

  • Aktualisiert am

Keine Siegerfaust: Bernhard Langer Bild: dpa

Golf-Star Tiger Woods ist mit einer 70er Runde in das US-Masters in Augusta gestartet. Nach der ersten Runde führt Masters-Debütant ChrisDi Marco (USA) mit 66 Schlägen.

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          Als Bernhard Langer den Golfball aus Verärgerung am liebsten weit weggeschlagen hätte und Tiger Woods schmunzelnd das letzte Loch spielte, wurde Chris DiMarco als „Held des ersten Tages“ gefeiert.

          Der bislang vor allem durch seinen so genannten „Psycho-Griff“ beim Putten aufgefallene Amerikaner erwischte bei seiner ersten Teilnahme am US-Masters in Augusta einen „traumhaften Auftakt“ und übernahm auf dem tückischen Par 72 Kurs mit 65 Schlägen die Führung des 92 Profis umfassenden Feldes.

          Langer war nicht zum Lachen

          „Es wäre schön, wenn heute schon Sonntagnachmittag wäre“, meinte der überraschende Spitzenreiter. Dem durch eine Grippe geschwächten Langer war dagegen nicht zum Lachen zumute. Die Hoffnung, beim „Lieblingsturnier“ in Georgia sein drittes Grünes Jackett zu gewinnen, schrumpfte für den nach einer 73er Runde gemeinsam mit zwölf anderen Spielern auf Platz 43 liegenden Anhausener auf ein Minimum.

          Dass auch US-Star Tiger Woods als 15. mit 70 Schlägen noch nicht in Topform spielte, konnte Langer genauso wenig trösten wie die Liebkosungen seiner Kinder nach dem Patzer am 18. Loch, womit er sich den dritten Bogey einhandelte. Gleiches Missgeschick passierte ihm auch am siebten und zehnten Loch. Dabei herrschten ideale äußere Bedingungen.

          Durch Grippevirus geschwächt

          Die gefürchteten Grüns waren durch den Regen der letzten Tage noch aufgeweicht, so dass die Bälle nicht so schnell rollten wie gewohnt. Und es wehte auch kaum ein Lüftchen. Dennoch glückte dem einzigen deutschen Profi lediglich am 12. und 13. Loch ein Birdie. Obwohl Langer nur bei zwei seiner 19. Masters-Teilnahmen schlechter ins Turnier gestartet war - 1996 als 57. und 1999 als. 65. -, war er mit sich zufrieden. „Ich habe gut gespielt. Ich hatte nur vier schlechte Schläge, was im normalen Bereich liegt. Allerdings habe ich unglücklich geputtet“, ärgerte sich der Masters-Champion von 1985 und 1993.

          Seit vier Tagen quält den 43-jährigen Schwaben ein Grippevirus. Die Antibiotika hätten bisher keine Wirkung gezeigt. „Ganz sicher leidet die Konzentration darunter und auch Energie fehlt mir“, räumte Langer ein. Geschlagen gibt er sich aber keineswegs. „Ich werde aggressiv spielen, wo es sich anbietet, dann werden wir mal sehen“, setzt er weiter auf das Prinzip Hoffnung.

          Ungewöhnliche Griffvariante

          Mit sich restlos im Reinen war hingegen DiMarco, der mit einem Schlag vor seinem Landsmann Steve Stricker und dem Argentinier Angel Cabrera führt. Egal, auf welchem Rang der 32-Jährige das Turnier beendet, belächeln wird ihn sicher niemand mehr ob seines ungewöhnlichen Griffes beim Putten. Während seine linke Hand ganz normal den Schläger umfasst, krallt er darunter mit der Rechten den Schaft so, als würde er mit einem Besen kehren wollen. Dadurch könne er den Ball „sanfter spielen, besser streicheln, einfach flüssiger bewegen“, behauptet DiMarco.

          Seit fünf Jahren praktiziert er die Griffvariante, nachdem er zuvor wegen seiner katastrophalen Putts derart verzweifelt war, dass er sich schon als Profi von der PGA-Tour verabschieden wollte. „Er ist seitdem ein extrem guter Putter“, sagte Langer über DiMarco, dessen einziger PGA-Tour-Sieg aus dem Vorjahr datiert. Tiger Woods ließ die Diskussion um den „Psycho-Griff“ kalt. „Mein Ziel war es mindestens unter Par zu bleiben. Deshalb bin ich auch zufrieden mit dem Anfang“, sagte der US-Star. Vor vier Jahren hatte er auch mit 70 Schlägen begonnen und triumphierte schließlich mit der noch heute gültigen Rekord-Schlagzahl von 270.

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