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Golf : Cejka Zweiter in München

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Trotz einer furiosen Aufholjagd hat Golfprofi Alexander Cejka seinen ersten Heimsieg beim Turnier in München knapp verpaßt.

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          Trotz einer furiosen Aufholjagd hat Golfprofi Alexander Cejka seinen ersten Heimsieg beim Turnier in München Nord-Eichenried knapp verpaßt. Während Shootingstar Marcel Siem (Pulheim) zum Abschluß mit einer 72 schwächelte und mit 274 Schlägen (64+70+68+72) von Platz zwei auf Rang acht zurückfiel, arbeitete sich Lokalmatador Cejka mit einer 67er-Runde und insgesamt 272 Schlägen (69+66+70+67) vom 11. auf den mit 200.000 Euro belohnten zweiten Rang vor.

          Den Siegercheck in Höhe von 300.000 Euro sicherte sich bei wechselhaften Witterungsbedingungen der englische Ryder-Cup-Spieler Lee Westwood mit 269 Schlägen (65+68+70+66), der damit nach drei Jahren wieder ein Turnier gewann.

          Achtungserfolg für Youngster Siem

          „Ein Sieg wäre super gewesen. Aber ich bin zufrieden. So gut habe ich noch nie hier gespielt“, meinte Cejka, der sich über ein Preisgeld von 200.000 Euro freute. Der US-Tour-Spieler, der beim German Masters 2002 in Pulheim mit Rang zwei sein bisher bestes Ergebnis in Deutschland erreicht hatte, bestätigte damit erneut seine großen Ambitionen. Auf der US-Tour bereits etabliert, kam der im tschechischen Marienbad geborene Profi im Juli sogar auf Rang vier bei der US-PGA-Championship.

          Youngster Siem, der weiter einen fünften Platz beim Turnier in Gleneagles/Schottland als persönliches Top-Resultat führt, dürfte derweil durch seinen Achtungserfolg die Karte für die Europa-Tour 2004 fast sicher in der Tasche haben. Bis Eichenried lag der Blondschopf mit einem Preisgeld von 159.859 Euro lediglich auf Rang 103 der Geldrangliste. In München kamen nun 40.440 Euro hinzu.

          Langer: Keine langen Bälle, keine Putts

          Während Ryder-Cup-Kapitän Bernhard Langer mit einer 67er-Runde zum Abschluß mit 278 Schlägen (67+72+72+67) immerhin noch Rang 23 belegte, erwischte Tobias Dier (Nürnberg) einen völlig verkorksten Tag und benötigte am Sonntag 77 Schläge. Damit rutschte der 26jährige, der immerhin schon zwei Siege auf der Europa-Tour aufweist, im Endklassement mit 284 Schlägen (69+68+70+77) auf den 55. Platz ab. Eine durchwachsene Bilanz zog dagegen Langer, der auch im 14. Anlauf nicht die Veranstaltung vor seiner Haustür gewinnen konnte.

          „Ich habe zwischendurch zwar den Putter gewechselt, aber das hat am Ende auch nichts gebracht. An einem Tag kamen die langen Bälle nicht, am anderen klappten die Putts nicht“, sagte der 46jährige.

          Langer stiftet Verwirrung

          Derweil stiftete Langer in Sachen Ryder Cup Verwirrung. Er würde womöglich von seinem Kapitänsamt zurücktreten, sollte er sich für den Kontinental-Vergleich 2004 in Oakland Hills/Michigan als Spieler qualifizieren, sagte er englischen Journalisten: „Im Moment bin ich noch voll konzentriert auf das Kapitänsamt. Sollte ich aber ein brilliantes Jahr haben, dann könnte ich mir vorstellen, zu spielen und den Job jemandem anders übertragen.“ Gegenüber der deutschen Presse hatte der zweimalige US-Masters-Gewinner dagegen kurz zuvor noch ein Engagement als Spieler vehement ausgeschlossen.

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