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Giro d´Italia : Simoni holt Gesamtsieg, Cipollini letzte Etappe

  • Aktualisiert am

Etappensieger: Mario Cipollini Bild: dpa

          1 Min.

          Der 84. Giro d'Italia geht als einmalig und Skandal umwittert in die 92-jährige Geschichte der Traditionsrundfahrt ein.

          Die Doping-Razzia von San Remo, die ausgefallene 18., die Königsetappe und bevorstehende Ermittlungen gegen zahlreiche Profis überlagerten zum Giro-Finale nach drei Wochen die sportlichen Schlagzeilen.

          Hondo erneut knapp besiegt

          Die da lauteten: Der Italiener Gilberto Simoni gewann die Rundfahrt, sein Landsmann Mario Cipollini die 21. und letzte Etappe nach 121 Kilometern. Der Topsprinter feierte damit seinen vierten Tagessieg und seinen insgesamt 34. beim Giro.

          Zweiter im Massensprint wurde Danilo Hondo aus Cottbus, der in der ersten Woche zwei Etappen gewonnen hatte. Jan Ullrich wurde zwei Mal Etappen-Dritter und belegte in der Endabrechnung Rang 52 mit 1:31,13 Stunden Rückstand auf den 29-jährigen Simoni.

          Der Mann im Rosa Trikot, in Mailand in der Endabrechnung nach insgesamt 3311 Kilometern 7:31 Minuten vor dem zweitplatzierten Abraham Olano (Spanien), hatte die letzte schwere Bergetappe am Samstag mit einer erfolgreichen Alleinfahrt zu einer Demonstartion genutzt. „Mir bleibt der Giro in Erinnerung, den ich gewonnen habe, und nicht der Giro als Doping-Razzia“, sagte Simoni.

          Keßler bester Deutscher

          Abgesehen von den vergangenen Chaos-Tagen war der erste Giro-Auftritt des Teams Telekom seit 1995 ein Erfolg. Ullrich, der lange an einer Bronchitis litt, scheint langsam seine Form für die Tour zu finden, und Hondo war im Sprint die Entdeckung. Der 27-jährige gewann die Etappen in Lucera und Potenza, war dreimal Zweiter, trug das violette Trikot des Punktbesten und ist bei den Bonnern der Sprinter der Zukunft.

          Auch Matthias Keßler fiel positiv auf. Der 22-jährige Nürnberger wurde in der Endabrechnung 23. (40:41 Minuten zurück) und damit bester Deutscher. „Sportlich hat sich der Giro für uns gelohnt“, sagte Teamchef Rudy Pevenage.

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