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Giro d’Italia : Für Dumoulin geht es bergauf

  • Aktualisiert am

Enges Rennen: Zeitfahren in den Gassen von Foligno Bild: EPA

Der Niederländer Dumoulin gewinnt in 50:37 Minuten das 39,8 Kilometer lange Zeitfahren auf der stetig ansteigenden Strecke ins mittelalterlichen Montefalco und übernimmt das Rosa Trikot.

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          Der Niederländer Tom Dumoulin hat durch seinen Sieg im anspruchsvollen Zeitfahren am Dienstag das Rosa Trikot beim 100. Giro d'Italia übernommen. Der Kapitän des deutschen Sunweb-Teams war beim Kampf gegen die Uhr über 39,8 Kilometer zwischen Foligno und Montefalco in Umbrien in 50:37 Minuten der schnellste vor dem am Sonntag schwer gestürzten Briten Geraint Thomas (+49).

          Dumoulin führt das Gesamtklassement jetzt mit 2:23 Minuten vor dem Movistar-Kapitän Nairo Quintana an. Der kolumbianische Kletterkünstler, der 2:53 Minuten auf Dumoulin verlor, hofft auf bessere Zeiten. Schon an diesem Mittwoch bewegt er sich wieder auf seinem bevorzugten Terrain. Auf der 11. Etappe über 161 Kilometer zwischen Florenz und Bagno di Romano stehen vier Bergprüfungen auf dem Programm. Rennentscheidend verspricht ohnehin die letzte Giro-Woche in den Alpen zu sein.

          Fast stetig ansteigende Strecke

          Das erste von zwei Giro-Zeitfahren hatte es in sich. Die Strecke der 10. Etappe stieg bis ins Ziel im mittelalterlichen Montefalco fast stetig an. Dumoulin kam damit am besten zurecht. Der Silbermedaillengewinner von Rio machte den 30-Sekunden-Staerabstand zu Quintana mühelos wett. Dumoulin fuhr schon bei der ersten Zwischenzeit nach 9,8 Kilometern virtuell im Rosa Trikot.

          Sky-Kapitän Thomas war am Sonntag in einen von einem Polizeimotorrad verursachten Massensturz verwickelt, der ihn aus allen Träumen vom Rosa Trikot riss. Ohne Ambitionen fuhr der dreifache deutsche Straßenmeister André Greipel. Dem Gewinner der zweiten Etappe bieten sich besonders am Freitag wieder Chancen auf einen weiteren Tagessieg. Wahrscheinlich wird der gebürtige Rostocker vor der letzten schweren Woche aber aussteigen, um seine Erholungszeit bis zur Tour de France zu verlängern. Die diesjährige Frankreich-Rundfahrt beginnt am 1. Juli in Düsseldorf.

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